Sustainable food Systems

Als Beitrag zum Weltgipfel 2021 der Vereinten Nationen zu Ernährungssystemen veranstaltete der EWSA am 28. Mai eine Online-Anhörung. Es ging um die Schwachstellen und die Ungleichheit im europäischen Ernährungssystem und die Frage, wie die Versorgungskette fairer und gerechter gemacht werden könnte. Hochrangige Redner der UN, der Europäischen Kommission und des Europäischen Parlaments diskutierten darüber, welcher Veränderungen es bedarf, damit es bei der Umstellung auf nachhaltigere Lebensmittelsysteme mehr Gerechtigkeit, Fairness und einen rechtebasierten Ansatz gibt.

Die COVID-19-Pandemie ist ein Weckruf, der uns die Augen dafür geöffnet hat, dass sich etwas ändern muss. Die Landwirte und Arbeitskräfte im Ernährungssystem waren ganz unmittelbar von der COVID-19-Krise betroffen, haben aber dessen ungeachtet eine ununterbrochene Lebensmittelversorgung für alle Menschen in Europa sicherstellen können. Laut Andreas Thurner, Vorsitzender der Thematischen Studiengruppe Nachhaltige Lebensmittelsysteme im EWSA hat „uns diese Krise gezeigt, dass es längst keine Selbstverständlichkeit ist, dass unser Essen vom ‚Hof auf den Tisch‘ gelangt“.

Der EWSA hat über die Jahre eine Reihe von Vorschlägen und spezifischen Ideen entwickelt, die zusammengefasst als fünf Empfehlungen auf dem Weltgipfel 2021 der Vereinten Nationen zu Ernährungssystemen vorgebracht werden könnten:

I. Unterstützung einer umfassenden und integrierten Ernährungspolitik

II. Förderung einer gesünderen und nachhaltigeren Ernährung

III. Faire Preise, Verbot unlauterer Handelspraktiken

IV. Maximale Ausschöpfung des Potentials kurzer Lebensmittelversorgungsketten und der Agrarökologie

V. Strukturierte Einbindung und Teilhabe der Zivilgesellschaft.