Energie

Für die von der EU bis 2050 angestrebte Klimaneutralität ist die nachhaltige Gestaltung des Energiesektors ein wichtiger Aspekt. Die Union ist entschlossen, sich bei der Entwicklung von Technologien und Kapazitäten für erneuerbare Energieträger eine Führungsrolle zu sichern. Doch in den letzten Jahren ist „Energie“ nicht mehr nur in Bezug auf Dekarbonisierung und Nachhaltigkeit thematisiert worden, sondern als Schlüsselelement der strategischen Autonomie und Sicherheit Europas zur geopolitischen Waffe geworden und in den Mittelpunkt der politischen Debatte gerückt.

Wie trägt der EWSA zur Gestaltung der EU-Energiepolitik bei?

  • Der EWSA reagiert auf soziale Auswirkungen, indem er im Zusammenhang mit den Veränderungen bei der Erzeugung und Nutzung von Energieressourcen für soziale Fragen sensibilisiert.
  • Der EWSA fördert eine wettbewerbsfähige und faire Umstellung, indem er Unternehmen in die Lage versetzt, durch Ausnutzung der Chancen des Übergangs zu einer CO2-armen Wirtschaft wettbewerbsfähig zu bleiben, und geht dabei auch auf bestehende Bedenken in Bezug auf Energiepreise, Marktverzerrungen und Versorgungssicherheit ein.
  • Der EWSA vertritt die Verbraucherinteressen, indem er für den Zugang zu einer erschwinglichen, zuverlässigen Energieversorgung sorgt, wobei er insbesondere schutzbedürftige, von Energiearmut bedrohte Bevölkerungsgruppen berücksichtigt, deren aktive Beteiligung an den Energiemärkten er fördert.
  • Der EWSA fördert eine partizipative Politikgestaltung, indem er sicherstellt, dass die Bürgerinnen und Bürger aktiv in die Gestaltung der EU-Energiepolitik einbezogen werden.

Wie verfolgt der EWSA diese Ziele?

Der EWSA befasst sich im Rahmen von Stellungnahmen, Veranstaltungen und Empfehlungen mit der EU-Energiepolitik:

  • Er erarbeitet zahlreiche Stellungnahmen zu Vorschlägen der Kommission. Beispiele sind die Stellungnahmen „Europäisches Netzpaket“ und „Strategie für kleine modulare Reaktoren“. Darüber hinaus arbeitet der EWSA im Rahmen von Sondierungsstellungnahmen zu den halbjährlichen Prioritäten mit den Ratsvorsitzen zusammen. So wurde auf Ersuchen des zyprischen Ratsvorsitzes die Stellungnahme „Energieverbund und Stromnetze“ und in Zusammenarbeit mit dem belgischen Energieministerium die Stellungnahme „Grenzübergreifende Energieinfrastrukturplanung“ erarbeitet.
  • Der EWSA kann auch aus eigener Initiative Stellungnahmen zu bestimmten Themen von Interesse erarbeiten, um politische Impulse zu setzen und dafür zu sorgen, dass die Zivilgesellschaft stärker in den Blick der interinstitutionellen Debatte rückt. 2026 widmet sich der EWSA beispielsweise schwerpunktmäßig der strategischen Energiespeicherung für die EU und der erschwinglichen, stabilen Energieversorgung für energieintensive europäische Branchen.
  • Der EWSA steht im aktiven Dialog mit Experten, Interessenträgern und politischen Entscheidungsträgern aus ganz Europa. Mit zeitnahen Debatten zu Schlüsselthemen für den Energiesektor, wie der Investitionsstrategie für saubere Energie, der Überarbeitung des EHS und dem Aktionsplan für Elektrifizierung, sowie einer Reihe anderer Initiativen stärkt der EWSA die Verbindung zwischen Zivilgesellschaft und Regulierungsbehörden. Die Mitglieder des EWSA nehmen zudem aktiv und regelmäßig an externen Veranstaltungen wie der jährlichen Woche für nachhaltige Energie, dem Europäischen Kernenergieforum und dem Bürgerforum „Energie“ teil.
  • Die Fachgruppe TEN schätzt auch die Sachkenntnis im Energiesektor tätiger Jugendorganisationen und bezieht deren Vertreter im Rahmen des EU-Jugendtests in die Erarbeitung von Stellungnahmen ein.  Darüber hinaus sind im Rahmen der Initiative für Erweiterungskandidatenmitglieder auch Vertreter der Zivilgesellschaft aus EU-Bewerberländern aktiv an der beratenden Tätigkeit des Ausschusses beteiligt. Mit diesem Projekt will der EWSA die Beziehungen zu diesen Ländern stärken und ihre schrittweise Integration in das Energiesystem und die Beschlussfassungsprozesse der EU fördern.