von der Gruppe Vielfalt Europa

Am 22. Juni hielt die Gruppe Vielfalt Europa eine Konferenz zum Thema „Organisationen der Zivilgesellschaft helfen Flüchtlingen und Migranten in Europa“ ab, an der sowohl persönlich als auch durch Zuschaltung per Videokonferenz teilgenommen werden konnte.

Ziel der Veranstaltung war es, die zentrale Rolle der zivilgesellschaftlichen Organisationen und die Herausforderungen, denen sie sich bei der Hilfe für Migranten und Flüchtlinge tagtäglich gegenübersehen, herauszustellen. Ferner sollte die politische Aufmerksamkeit erneut auf diese Frage gerichtet und ein Forum für Diskussionen zwischen der Zivilgesellschaft und den EU-Institutionen geboten werden, insbesondere mit Blick auf den Wiederaufbau und die Erholung der EU nach der COVID-19-Pandemie.

In der ersten Diskussionsrunde wurden zivilgesellschaftliche Organisationen aus vier Ländern (Griechenland, Italien, Tschechien und Schweden) gebeten, über ihre praktischen Erfahrungen bei der Unterstützung von Flüchtlingen und Migranten, die in Europa ankommen, sowie bei ihrer Integration in die Mitgliedstaaten zu berichten.

In der zweiten Diskussionsrunde vertraten Michael Shotter, Direktor in der GD Migration und Inneres, und Erik Marquardt, Mitglied des Ausschusses für bürgerliche Freiheiten, Justiz und Inneres (Grüne/EFA, Deutschland), jeweils die Europäische Kommission und das Europäische Parlament. Präsidiumsmitglied Rossella Nicoletti (EUROCITIES) nahm als Vertreterin des Europäischen Migrationsforums teil.

Pavel Trantina, stellvertretender Vorsitzender der Gruppe Vielfalt Europa, fasste die erste Diskussionsrunde zusammen und hob dabei die Herausforderungen hervor, die die Organisationen in ihrer täglichen Arbeit zu bewältigen haben. Dazu gehören auch fehlender Respekt gegenüber Flüchtlingen und den Organisationen, die sie unterstützen, unzureichende Infrastruktur und Unterstützung bei der Bildung, mangelnde psychologische Hilfe, das Fehlen eindeutiger Richtlinien vonseiten der Mitgliedstaaten sowie übermäßige Bürokratie. Zu den wichtigsten Hindernissen, auf die die zivilgesellschaftlichen Organisationen bei ihrer Arbeit treffen, gehören auch fehlende Mittel sowie Schleusernetze an den Grenzen.

Séamus Boland, gewählter Vorsitzender der Gruppe Vielfalt Europa, schloss die Konferenz mit dem Hinweis darauf, welch hohen menschlichen Preis die Migranten für ihren Versuch, nach Europa zu gelangen, zahlen müssen und wie wichtig der soziale Zusammenhalt, die Achtung ihrer Würde und die Solidarität mit ihnen ist.

Der gewählte Vorsitzende erklärte, dass die Gruppe Vielfalt Europa ihre Arbeit zu diesem Thema fortsetzen und mit den EU-Institutionen und den Mitgliedstaaten zusammenarbeiten wird, um die Probleme anzugehen, die von den in diesem Bereich aktiven zivilgesellschaftlichen Organisationen aufgeworfen werden.

Weitere Informationen finden Sie auf der Website der Veranstaltung. (jk)