Der Europäische Wirtschafts- und Sozialausschuss (EWSA) befürwortet die Legislativvorschläge der Kommission für eine wirksamere und gerechte Besteuerung und empfiehlt deren Koordinierung auf globaler Ebene.

In seiner am 24. Februar 2021 verabschiedeten Stellungnahme unterstützt der EWSA uneingeschränkt das Paket der Europäischen Kommission für eine faire und einfache Besteuerung. Nach Ansicht des Berichterstatters Krister Andersson sollten diese Vorschläge mit den globalen Beratungen der OECD im inklusiven Rahmen gegen Gewinnverkürzung und Gewinnverlagerung koordiniert werden. „Dies ist entscheidend, um einen globalen Konsens zu erzielen und einseitige Maßnahmen zu vermeiden“, erläuterte er.

Der EWSA teilt die Auffassung, dass nach der COVID-19-Krise eine faire und effiziente Besteuerung wichtiger sein wird denn je. In der Stellungnahme erläutert der Ausschuss seine Vision zu zentralen Themen wie verantwortungsvolles Handeln im Steuerbereich in der EU, Bekämpfung von Steuerbetrug und Steuerhinterziehung, steuerrechtliche Anzeigepflichten, mehrwertsteuerliche Behandlung von Finanzdienstleistungen sowie Steuer- und Beschäftigungsvorschriften für digitale Plattformen. Der EWSA schlägt unter anderem vor, einen Europäischen Pakt zur wirksamen Bekämpfung von Steuerbetrug, Steuerhinterziehung, Steuervermeidung und Geldwäsche auf den Weg zu bringen. (na)