Wirtschaftsprognose: Folgen für die Wirtschaft noch gravierender als von der Europäischen Kommission angenommen

von der Gruppe Arbeitgeber im EWSA

Als Reaktion auf die kürzlich veröffentlichte Herbstprognose 2020 der Europäischen Kommission gab die Gruppe Arbeitgeber eine Erklärung auf Initiative ihres Vorsitzenden Stefano Mallia ab. Die Gruppe stimmt der Herbstprognose 2020 der Europäischen Kommission zu, in der vor einer stockenden Wirtschaftserholung Europas aufgrund der wieder aufflammenden Pandemie gewarnt wird. Sie befürchtet sogar, dass die derzeitige große Unsicherheit die Herbstprognose noch ungenauer machen könnte. Tatsächlich könne die Wirtschaft noch stärker in Mitleidenschaft gezogen werden, als von der Europäischen Kommission prognostiziert.

Um die Wirtschaft wieder in Gang zu bringen, fordert die Gruppe Arbeitgeber u.a. folgende Maßnahmen:

  • Innovationen und Start-up-Unternehmen müssen gefördert werden. Vorhandene Arbeitsplätze würden geschützt und neue Arbeitsplätze könnten entstehen. So könnte die Kluft zwischen den Menschen in Arbeit und den Menschen ohne Arbeit geschlossen werden.
  • Besondere Aufmerksamkeit erfordern die Liquiditätshilfen. Sie müssen bedarfsgesteuert eingesetzt werden und sollten an lebensfähige Unternehmen gehen, die in einen Liquiditätsengpass geraten sind. Für Unternehmen, die am Markt keine Chance mehr haben, sollten sie eine Hilfe bieten, ihre Tätigkeit ordnungsgemäß zu beenden. Wir teilen die Auffassung, dass die beste Antwort der Politik darin bestehen würde, die Erwartungen, die durch das Aufbauinstrument NextGenerationEU geweckt wurden, zu erfüllen.
  • Es muss eine abgestimmte fiskalpolitische Initiative geben, um die Perspektiven für alle zu verbessern. Der Fiskalpolitik kommt in der Erholung eine besondere Aufgabe zu, denn sie muss dafür sorgen, dass die Höhe der Ausgaben die finanzpolitische Solidität nicht übermäßig strapaziert.
  • Was die Verhandlungen zwischen der EU und dem Vereinigten Königreich angeht, so müssen beide Seiten weiterhin auf ein rechtzeitiges Abkommen hinarbeiten, das ein solides Wettbewerbsumfeld für die Unternehmen schafft. Wir brauchen eine Kombination aus guten Marktzugangsbedingungen und Wettbewerbsgleichheit.

Die Erklärung im Volltext: https://europa.eu/!nK46cT