Die gemeinsam von der Fachgruppe TEN und der GD Forschung und Innovation der Europäischen Kommission am 8. November 2023 in Brüssel ausgerichtete Konferenz #ReskillEU – Neue Arbeitsplätze im Energie- und Verkehrssektor in Europa sandte eine klare Botschaft: Die EU braucht einen strukturierten und effizienten Plan zur Entwicklung der für die Energie- und Verkehrswende erforderlichen kritischen Kompetenzen.

Saubere Energie und sauberer Verkehr erfordern dringend neue Kompetenzen, Kenntnisse und Kapazitäten. Die EU ist auf ihrem Weg hin zu Klimaneutralität bis 2050 nur dann erfolgreich, wenn ihre Arbeitskräfte auch über die richtigen Kompetenzen verfügen.

Präsident Oliver Röpke verwies auf die Bedeutung „neuer Kompetenzen und Kenntnisse für einen reibungslosen grünen und digitalen Wandel im Verkehrs- und Energiesektor“ und betonte: „Bei dem Schwerpunkt auf Ökowende und Digitalisierung darf nicht außer Acht gelassen werden, wie wichtig der Faktor Mensch für die Erreichung dieser Ziele ist. Wir müssen dafür sorgen, dass alle Mitglieder der Gesellschaft Teil dieses Übergangs sind.“

Damit die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer auch die erforderlichen „neuen“ Kompetenzen besitzen, muss die EU nun im Einklang mit den Zielen der Europäischen Kompetenzagenda für 2025 und im Rahmen des Europäischen Jahres der Kompetenzen 2023 tätig werden.

Der EU-Sektor für erneuerbare Energien benötigt derzeit mehr als 1,2 Millionen qualifizierte Arbeitskräfte, und nach Angaben der Internationalen Agentur für Erneuerbare Energien dürften diese Zahlen bis 2050 jährlich noch weiter steigen.

Gleiches gilt für den Verkehrssektor, in dem mehr als 15 Millionen Menschen in der EU beschäftigt sind. Dieser befindet sich in einem raschen Wandel und ist stark von Automatisierung, Elektrifizierung und umweltfreundlichen Technologien geprägt.

„Im europäischen Energie- und Verkehrssektor zeigt sich äußerst deutlich, wie groß die Herausforderungen im Bereich der Kompetenzen sind“, betonte die Vorsitzende der Fachgruppe TEN Baiba Miltoviča. „Wir müssen gewährleisten, dass der Ausbau von Kenntnissen und Fähigkeiten bei unseren Bemühungen an vorderster Stelle steht. Folglich müssen wir uns zu kontinuierlichem Lernen, Umschulung und Weiterqualifizierung verpflichten, um den sich wandelnden Anforderungen gerecht zu werden.“ (mp)