Europas Herausforderungen und Prioritäten der Gruppe Arbeitnehmer

Von der Gruppe Arbeitnehmer

Die Wahrung der Arbeitnehmerrechte muss in allen Konjunktur- und Aufbauplänen zur Bewältigung der Coronavirus-Krise höchste Priorität haben – ganz nach dem Leitprinzip der Solidarität. In ihrer außerordentlichen Sitzung vom 24. November erarbeitete die Gruppe Arbeitnehmer konkrete Schwerpunkte und Maßnahmen zur Umsetzung dieser Prämisse.

Auf der Tagesordnung standen die riesigen Herausforderungen, denen sich Europa gegenübersieht, sowie Lösungsansätze zu ihrer Bewältigung. Im Hinblick auf ein neues nachhaltiges Sozial-, Umwelt- und Wirtschaftsmodell muss dabei der Schaffung und dem Erhalt hochwertiger Arbeitsplätze, dem Arbeitnehmerschutz sowie dem sozialen Wiederaufbau genauso viel Bedeutung beigemessen werden wie Wirtschaftsfragen.

Erörtert wurden Themen, die für die EU und die Unionsbürgerinnen und -bürger äußerst wichtig sind und die die Gruppe Arbeitnehmer bei der Festlegung ihrer Prioritäten für die nächste fünfjährige Mandatsperiode und darüber hinaus berücksichtigen wird: Anstieg von Armut und Ungleichheit, Arbeitsbedingungen und Beziehungen zwischen den Sozialpartnern, sozialer Dialog, Nachhaltigkeit, gerechter Wandel u.v.m.

Ein Reihe prominenter Persönlichkeiten war eingeladen, mit den Mitgliedern der Gruppe Arbeitnehmer über die sozialen, wirtschaftlichen und ökologischen Zukunftsherausforderungen für Europa zu diskutieren. Nach einer Debatte über die sozialen Herausforderungen mit dem Vorsitzenden der Gruppe Arbeitnehmer Oliver Röpke und der stellvertretenden Vorsitzenden der EWSA-Fachgruppe Beschäftigung, Sozialfragen, Unionsbürgerschaft Cinzia del Rio erläuterte die portugiesische Ministerin für Beschäftigung, Solidarität und soziale Sicherheit Ana Mendes Godinho die Prioritäten des portugiesischen Ratsvorsitzes.

Die Nachmittagssitzung wurde vom Euractiv-Journalisten Jorge Valero moderiert. Stefano Palmieri, Vorsitzender der EWSA-Fachgruppe Wirtschafts-, Finanz- und Währungsfragen, leitete die Podiumsdiskussion zu den wirtschaftlichen Herausforderungen in Europa. Inhaltliche Impulse lieferten zwei Redner: Jonás Fernández, S&D-Koordinator im Ausschusses für Wirtschaft und Währung des Europäischen Parlaments, sowie Prof. Colin Crouch, Professor emeritus an der University of Warwick.

Der Vorsitzende der EWSA-Fachgruppe Landwirtschaft, ländliche Entwicklung, Umwelt Peter Schmidt eröffnete die Abschlussdebatte zum Thema „Ökologische Herausforderungen und der Grüne Deal“, an der auch EU-Kommissar Frans Timmermans und die stellvertretende Vorsitzende der Gruppe Arbeitnehmer Lucie Studničná teilnahmen.