Einen Tag nach ihrer Wahl auf der Oktober-Plenartagung des Europäischen Wirtschafts- und Sozialausschusses (EWSA) hatte Christa Schweng in einer Debatte mit den EU-Führungsspitzen ihren ersten öffentlichen Auftritt als EWSA-Präsidentin.

In einer Online-Debatte zum Thema „Wiederaufbau für die Zukunft Europas“mit den Präsidentinnen und Präsidenten aller wichtigen EU-Institutionen wurde erörtert, welche Rolle die Zivilgesellschaft bei der Bewältigung der Herausforderungen spielen kann, denen sich Europa und die ganze Welt derzeit gegenübersehen.
Die neu gewählte EWSA-Präsidentin Christa Schweng erläuterte die wichtige Aufgabe des EWSA bei der Vertretung der organisierten Zivilgesellschaft auf europäischer Ebene:

„Dank des Beitrags der organisierten Zivilgesellschaft kann die EU in ihren politischen Maßnahmen der Situation vor Ort besser Rechnung tragen, so dass diese auf nationaler und lokaler Ebene wirksamer umgesetzt werden können.“

Diese Arbeit sei nicht nur hilfreich, sondern auch notwendig. „Die praktische Erfahrung von Arbeitgebern, Arbeitnehmern, Verbrauchern, Landwirten und NGO ist unabdingbar, um Europa besser zu gestalten. Uns kommt eine Brückenfunktion zu, die wir erfolgreich wahrnehmen müssen – und auch können“, so Schweng weiter.

Auch die neu ernannten EWSA-Vizepräsidenten nahmen an der Debatte teil. Giulia Barbucci, Vizepräsidentin mit Zuständigkeit für die Finanzen des EWSA, wies darauf hin, dass die EU zwar schon sehr viel getan hat, um die derzeitige Krise zu bewältigen, die fundamental wichtige Einbindung der Bürgerinnen und Bürger aber bisher vernachlässigt hat. Genau hier komme der EWSA ins Spiel.

Der Vizepräsident für Kommunikation Cillian Lohan betonte, dass die EWSA-Mitglieder wie niemand anderer sehen, wie sich die EU auf den Alltag der verschiedenen Gesellschaftsgruppen auswirkt.

Auch die Präsidentin der Europäischen Kommission Ursula von der Leyen nahm mit einer Videobotschaft an der Debatte teil und schloss sich dem Präsidenten des Europäischen Parlaments David Maria Sassoli, dem Präsidenten des Europäischen Rates Charles Michel und dem Präsidenten des Europäischen Ausschusses der Regionen Apostolos Tzitzikostas an, die Christa Schweng alles Gute für ihre Amtszeit wünschten. Sie brachten allesamt ihre große Wertschätzung für die Beiträge des EWSA zum Ausdruck, denn dem Standpunkt der europäischen Zivilgesellschaft müsse Rechnung getragen werden. (dgf)