Der EWSA hat eine Initiativstellungnahme zum Thema „Unterstützung des sozialverträglichen Wandels der ressourcen- und energieintensiven Industrien (REII) hin zu Klimaneutralität und Digitalisierung durch den Europäischen Aufbauplan“ verabschiedet. Der EWSA fordert die Kommission und die anderen EU-Institutionen auf, für gleiche Wettbewerbsbedingungen im Binnenmarkt zu sorgen, um eine ungleiche Verteilung der Vorteile für die Industrie aufgrund unterschiedlicher einzelstaatlicher Ansätze zu vermeiden.

Die industrielle Produktion in Europa wurde hart von der Pandemie getroffen. Die europäischen Unternehmen in den ressourcen- und energieintensiven Branchen hatten schon mit Schwierigkeiten zu kämpfen, bevor nun unerwartet diese neue Krise über sie hereinbrach. Gleichzeitig stehen die europäischen Unternehmen in den ressourcen- und energieintensiven Branchen unter hohem Anpassungsdruck, um den politischen Zielen der EU zu genügen, den Klimawandel durch die Umsetzung des europäischen Grünen Deals zu bekämpfen.

„Ein industrieller Wandel wird nur dann möglich sein, wenn die Energiewende vollzogen wird. Für einen gerechten Übergang im Einklang mit dem Ziel der Klimaneutralität sind Forschung und Innovation sowie eine ordnungsgemäße Umsetzung des Europäischen Aufbauplans wesentlich. Dies setzt die Verfügbarkeit ausreichender und erschwinglicher CO2-armer Energiequellen voraus, die eine CO2-arme industrielle Produktion ermöglichen“, erklärte der Berichterstatter, Andrés Barceló Delgado.

„Bei den ressourcen- und energieintensiven Industrien muss unbedingt ein gerechter Übergang herbeigeführt werden. Der Europäische Aufbauplan und die dazugehörigen nationalen Aufbau- und Resilienzpläne müssen zur Schaffung und Erhaltung hochwertiger Arbeitsplätze führen, für die Einbeziehung der Sozialpartner sorgen und die Bewältigung von Veränderungen auf dem Arbeitsmarkt durch Umschulung und Weiterqualifizierung fördern“, fügte der Ko-Berichterstatter, Enrico Gibellieri, hinzu. (ks)