Die Tage der Zivilgesellschaft 2023 des EWSA (1. bis 3. März) mündeten in eine Reihe von Vorschlägen, die den zivilgesellschaftlichen Raum der EU nicht nur schützen, sondern auch erweitern und den jüngeren Generationen eine verlässliche Grundlage für die Gestaltung einer lebendigen Zivilgesellschaft gewährleisten sollen.

Das Motto der dreitägigen Veranstaltung vom 1. bis 3. März lautete: „Organisationen der Zivilgesellschaft: Säulen der Demokratie und Hauptakteure für die Bewältigung der aktuellen Herausforderungen“. Die Veranstaltung wurde mit der Forderung eröffnet, den zivilgesellschaftlichen Raum in der EU gegenüber internen und externen Bedrohungen zu stärken, und endete mit der Erläuterung einer Reihe von Schlussfolgerungen aus acht interaktiven Workshops. Die Vorschläge erstrecken sich auf zentrale Themen für die Zukunft der Zivilgesellschaft, u.a. die Europawahlen 2024, die Zukunft der Bürgerforen in der Politikgestaltung der EU, das Europäische Semester und die Finanzierung der Zivilgesellschaft.

In ihren Eröffnungsworten bekräftigte Präsidentin Christa Schweng die wiederholten Warnungen des EWSA vor den Bedrohungen für die Zivilgesellschaft. „Daher waren wir bei unserem Feedback zum Europäischen Aktionsplan für Demokratie der Kommission sehr deutlich. Wir haben die Kommission aufgefordert, eine gesonderte Säule für die Zivilgesellschaft zu schaffen, und der Forderung der europäischen Organisationen und Netze der Zivilgesellschaft nach einer europäischen Strategie der Zivilgesellschaft Ausdruck verliehen.“

Die EU-Kommissarin für Demokratie und Demografie Dubravka Šuica räumte ein: „Wir dürfen unsere Demokratie und auch unsere Zivilgesellschaft nicht als selbstverständlich ansehen.“ Sie hob die Kommissionsmaßnahmen als Reaktion auf die Konferenz zur Zukunft Europas hervor, wobei 80 % der diesjährigen Gesetzgebungsinitiativen eine unmittelbare Reaktion auf Bürgervorschläge der Konferenz seien. „Wir haben Ihr Engagement und damit die Vorschläge der Konferenz ernst genommen.“

Erstmals seit Beginn der COVID-19-Pandemie fanden die Tage der Zivilgesellschaft mit rund 500 Teilnehmern als Präsenzveranstaltung statt.

Die vollständigen Schlussfolgerungen werden demnächst auf dem EWSA-Internetportal veröffentlicht. Zudem wird der EWSA gewährleisten, dass sie auch die größeren Institutionen erreichen.

Die Tage der Zivilgesellschaft werden vom EWSA in Zusammenarbeit mit seiner Kontaktgruppe veranstaltet, die europaweite zivilgesellschaftliche Organisationen und Netzwerke zusammenbringt.