Der Europäische Wirtschafts- und Sozialausschuss (EWSA) veranstaltete eine Konferenz zum Thema „Europa gemeinsam gestalten“. Mit Blick auf den nahenden Abschluss der Konferenz zur Zukunft Europas sollten dabei die bisherigen Arbeiten des Ausschusses zusammengefasst und der aktuelle Sachstand, die bevorstehenden Herausforderungen sowie die Ziele für die Zukunft erörtert werden.

Eröffnet wurde die Debatte von EWSA-Präsidentin Christa Schweng, die die jüngsten historischen Entwicklungen in der Ukraine ansprach und auf die einleitende Frage einging, ob nun der richtige Zeitpunkt sei, um über die Zukunft Europas zu diskutieren.

„Die Aggression gegen die Ukraine und ihre Bevölkerung führt uns vor Augen, wie wichtig es ist, das Projekt Europa und europäische Grundwerte wie Frieden, Freiheit und Demokratie weiter zu festigen“, so Präsidentin Schweng.

Die Konferenz stelle eine wichtige Gelegenheit dar, die aktuelle Lage zu beurteilen und eine Bilanz der vergangenen Monate zu ziehen.

Der EWSA hat in allen Mitgliedstaaten Initiativen zur Sensibilisierung der Öffentlichkeit durchgeführt, um eine ausgewogene Vertretung aller gesellschaftlichen Gruppen zu gewährleisten und Arbeitgeber, Arbeitnehmer und die gesamte organisierte Zivilgesellschaft einzubeziehen, damit deren Standpunkte auf der Konferenz zur Zukunft Europas eingebracht werden. Darüber hinaus verabschiedete der Ausschuss eine Entschließung zu einem neuen Narrativ für Europa und veröffentlichte verschiedene Beiträge auf der Online-Plattform der Konferenz. 

Clément Beaune, Staatssekretär für europäische Angelegenheiten beim französischen Minister für Europa und auswärtige Angelegenheiten, unterstrich in einer abschließenden Erklärung: „Zur Umsetzung der Vorschläge der Bürgerinnen und Bürger sind Debatten und institutionelle Entscheidungen erforderlich. Der EWSA wird sich dafür einsetzen, dass dies auch zur Zufriedenheit aller geschieht.“

Der EWSA spielt bei der Konferenz zur Zukunft Europas im Rahmen seiner Ad-hoc-Gruppe sowie als Beobachter im Exekutivausschuss und Mitglied der Plenarversammlung eine überaus aktive Rolle. (ks)