EWSA will aktiv zum Gelingen der Konferenz zur Zukunft Europas beitragen

Erklärung von EWSA-Präsidentin Christa Schweng

Ich begrüße die Unterzeichnung der Gemeinsamen Erklärung der Europäischen Kommission, des Europäischen Parlaments und des Rates zur Konferenz zur Zukunft Europas. Der Europäische Wirtschafts- und Sozialausschuss freut sich darauf, als Beobachter aktiv an der Debatte teilzunehmen.

Es erfüllt mich mit Genugtuung, dass die wichtige Rolle und die Beteiligung der organisierten Zivilgesellschaft an der Konferenz bestätigt wurden. Der EWSA freut sich darauf, in enger Zusammenarbeit mit den Hunderten von Organisationen, die unsere Mitglieder vertreten, einen substanziellen und wertvollen Beitrag auszuarbeiten. Wir sind bereit, unsere von der Basis ausgehende Expertise in die Arbeiten einzubringen, um ein neues und überzeugendes Narrativ für die EU zu schaffen.

Die Konferenz zur Zukunft Europas stellt für die Gesellschaft in der Europäischen Union eine einmalige Gelegenheit dar. Unternehmen, Arbeitnehmer, Landwirte, Verbraucher und Nichtregierungsorganisationen haben endlich die Gelegenheit, sich strukturiert einzubringen, und können an der Gestaltung der künftigen EU-Politik mitwirken. Dies ist dringend erforderlich, damit sie ein Gefühl der Mitverantwortung für ihre Europäische Union entwickeln können. Das Ziel, die Zukunft der Europäischen Union so zu gestalten, dass sie gestärkt aus der COVID-19-Krise hervorgeht, kann nur erreicht werden, wenn die Bürgerinnen und Bürger und weitere Interessenträger aus allen Bereichen der Gesellschaft aktiv in diese Gestaltung einbezogen werden.

Angesichts der Pandemie ist die Debatte über die Zukunft Europas und ihre Herausforderungen wichtiger und dringender denn je. Wir müssen Lehren aus dieser Krise ziehen und weiter darüber nachdenken, wie wir unsere Gesellschaften und Volkswirtschaften krisenbeständiger machen können. Ein weiteres wichtiges Thema wäre etwa insbesondere eine Vision für ein wirtschaftlich florierendes, sozial inklusives und nachhaltig wirtschaftendes resilientes Europa nach der COVID-19-Krise, das im Spannungsfeld zwischen nationaler Souveränität und der Notwendigkeit gemeinsamer europäischer Lösungen Antworten findet.