von der Gruppe Vielfalt Europa

In allen EU-Mitgliedstaaten wollen Menschen als Freiwillige arbeiten, so die jüngst vom EWSA durchgeführte Studie New trends in the development of volunteering in the European Union („Neue Trends bei der Entwicklung der Freiwilligentätigkeit in der Europäischen Union“). Obwohl sich zahlreiche Menschen für die Freiwilligentätigkeit interessieren, ist die Freiwilligenquote nicht in allen Mitgliedstaat gleich hoch, was vor allem auf unterschiedliche Traditionen und Infrastrukturen zurückzuführen ist.

Die Studie zeigt zudem zwei europaweite Trends bei der Freiwilligentätigkeit auf: Erstens tragen neue Akteure immer stärker dazu bei, das Interesse für die Freiwilligentätigkeit zu wecken und die Interessenten mit jenen zusammenzubringen, die Freiwillige suchen. Zweitens nimmt die spontane Bereitschaft zur Freiwilligentätigkeit dank neuer Technologien und der sozialen Medien zu.

In der Studie wird daher empfohlen, die stärkere Einbindung von Dritten und den Abbau von Hürden für eine spontane Freiwilligentätigkeit von Einzelpersonen finanziell zu fördern. Außerdem sollten Freiwilligenorganisationen dabei unterstützt werden, Freiwilligentätigkeiten besser an den Präferenzen potenzieller Freiwilliger auszurichten.

In Auftrag gegeben wurde die EWSA-Studie auf Antrag der Gruppe Vielfalt Europa, deren Mitglieder tagtäglich in engem Kontakt mit Freiwilligen stehen und maßgeblich dafür sorgen, dass das freiwillige Engagement organisiert und dauerhaft gesichert wird.

Die Studie wurde im Dezember 2021 im Rahmen des Internationalen Tages des Ehrenamts veröffentlicht und bei einer Online-Veranstaltung der Gruppe Vielfalt Europa präsentiert. Die Presseveranstaltung wurde von der stellvertretenden Vorsitzenden der Gruppe Vielfalt Europa, Kinga Joó, moderiert und vom Vorsitzenden der Gruppe Vielfalt Europa, Séamus Boland, eröffnet. Zudem gab es eine Präsentation des federführenden Verfassers der Studie, Dr. Lucas Meijs, sowie des Berichterstatter der jüngsten EWSA-Stellungnahme „Freiwilligentätigkeit – Bürgerinnen und Bürger gestalten die Zukunft Europas“, Krzysztof Pater.

Weitere Informationen zur Studie, zur EWSA-Stellungnahme und zur Präsentation der Studie finden Sie auf dem EWSA-Internetportal.