EWSA schließt sich den Bemühungen der EU um eine Erneuerung der Beziehungen zu den USA an

Der Begleitausschuss Transatlantische Beziehungen des Europäischen Wirtschafts- und Sozialausschusses (EWSA) trat am 15. Dezember zusammen, um infolge der US-Präsidentschaftswahlen wieder eine starke Partnerschaft mit der US-amerikanischen Zivilgesellschaft aufzubauen.

Der bevorstehende Amtsantritt des neuen US-Präsidenten bietet der EU und den USA die einzigartige Gelegenheit, ihre Partnerschaft und Freundschaft nach den erheblichen Rückschlägen der letzten Jahre auf der Grundlage der gemeinsamen demokratischen Werte, der gemeinsamen Geschichte und den gemeinsamen Interessen zu erneuern.

Ziel der Online-Sitzung des EWSA-Begleitausschusses Transatlantische Beziehungen vom 15. Dezember, an der auch MdEP Radosław Sikorski sowie der Abgeordnete des US-Kongresses William Hurd teilnahmen, war die Wiederaufnahme des Dialogs mit der Zivilgesellschaft.

Radosław Sikorski betonte, wie wichtig direkte Kontakte zwischen den Menschen und eine stärkere Zusammenarbeit der Zivilgesellschaft im Einklang mit der neuen transatlantischen Agenda seien. „Die politischen Differenzen zwischen der EU und den USA sind nicht verschwunden, aber guter Wille, Gleichberechtigung und Vertrauen sind ein guter Anfang“, so Sikorski.

William Hurd sprach sich nachdrücklich für den transatlantischen Dialog aus: „Amerika kann seine Führungsrolle nicht alleine wahrnehmen. Wir müssen zeigen, dass wir Allianzen schmieden können“. Da China auf der internationalen Bühne immer selbstbewusster auftrete, müssten die EU und die USA unbedingt zusammenarbeiten.

Für Peter Chase, Senior Fellow am German Marshall Fund of the United States, ist eine ehrgeizige Strategie wesentlich für die transatlantischen Wirtschaftsbeziehungen: „Eine starke Wirtschaft kommt der Zivilgesellschaft, den Thinktanks, Unternehmen und Investitionen zugute“.

Matthias Jørgensen von der Generaldirektion Handel der Europäischen Kommission erläuterte die neue transatlantische Agenda der Kommission und appellierte an die USA, sich dem Kampf für eine gesündere, sichere, wohlhabendere und demokratischere Welt nach COVID-19 anzuschließen sowie für den Schutz unseres Planeten und in den Bereichen Technologie, Handel und Standards zusammenzuarbeiten.

Garrett Workman, leitender Direktor für europäische Angelegenheiten der US-Handelskammer, unterstrich, dass „der Handel die Ausgangsbasis bildet, um viele Fehlentscheidungen der amerikanischen Politik der letzten Jahre wieder richtigzustellen“.

Außerdem präsentierte der EWSA das ehrgeizige Vorhaben „Brücken über den Atlantik bauen“, bei dem die Rolle der Zivilgesellschaft und die Bedeutung ihres Handelns auf die erneuerte transatlantische Partnerschaft herausgestellt werden. Ziel des Projekts ist es, Menschen und ihre Aktivitäten zu vernetzen und in einer Zeit, in der es mehr denn je darauf ankommt, gemeinsame Grundlagen und Lösungen zu finden, liberalen Stimmen auf beiden Seiten des Atlantiks Gehör zu verschaffen. (at)