Die Fachgruppe Außenbeziehungen (REX) des EWSA traf mit ihren serbischen und montenegrinischen Partnern im Rahmen des jeweiligen Gemischten Beratenden Ausschusses (GBA) zusammen. Dieses gemeinsame Gremium ermöglicht es den zivilgesellschaftlichen Organisationen beider Seiten, die Beitrittsverhandlungen des jeweiligen Landes zu verfolgen, Fragen von gemeinsamem Interesse zu erörtern und auf problematische Punkte hinzuweisen, die auf dem Weg zum EU-Beitritt gelöst werden müssen.

Am 5. April 2024 empfing der EWSA die serbischen Mitglieder des Gemischten Beratenden Ausschusses in Brüssel, um den aktuellen Stand der Beziehungen zwischen der EU und Serbien sowie der Beitrittsverhandlungen mit der EU zu erörtern. Weitere Themen waren die Chancen, die sich Serbien mit dem neuen Wachstumsplan und der Reform- und Wachstumsfazilität für den Westbalkan eröffnen, die Situation nach den dortigen Wahlen sowie ein Überblick über den Stand der Demokratie und der Rechtsstaatlichkeit in Serbien.

An der Veranstaltung nahm auch der neu ernannte Leiter der Mission der Republik Serbien bei der EU, Danijel Apostolović, teil, der darauf hinwies, dass eine engere Zusammenarbeit in allen für die Beitrittsverhandlungen Serbiens relevanten Fragen im beidseitigen Interesse liegt.

Der für Kommunikation zuständige Vizepräsident des EWSA, Laurențiu Plosceanu, betonte die Bedeutung dieser Zusammenkünfte, da sie die Einbindung zivilgesellschaftlicher Vertreter sicherstellen und damit in Serbien zu einer positiveren Wahrnehmung eines EU-Beitritts beitragen. 

Das Treffen endete mit der Verabschiedung einer gemeinsamen Erklärung, die den EU-Organen sowie den lokalen Gebietskörperschaften und der Regierung in Serbien übermittelt werden soll.

Einen Video über das Treffen finden Sie hier.

Am 13. Mai wurde das Mitglied des GBA „EU-Serbien“ Nataša Vučković zur neuen Präsidentin der Europäischen Vereinigung für lokale Demokratie (ALDA) gewählt. Der EWSA wurde auf der Generalversammlung der ALDA in Barcelona von Herrn Plosceanu vertreten, der Frau Vučković zu ihrer Wahl gratulierte. 

******

In der 18. Sitzung des Gemischten Beratenden Ausschusses „EU-Montenegro“, die am 16. April in Podgorica stattfand, wurde den EU-Organen klar signalisiert, dass Montenegro fest entschlossen ist, bis 2028 der 28. EU-Mitgliedstaat zu werden.

Die Mitglieder des GBA riefen ihre Organisationen, die nationalen Behörden und die EU-Organe dazu auf, sich nach Kräften dafür einzusetzen, dass Montenegro die Zwischenkriterien im Bereich der Rechtsstaatlichkeit erfüllt. Die Vorlage des Berichts zur Bewertung der Zwischenkriterien bis Juni ist ein entscheidender Schritt im EU-Beitrittsprozess, durch den es möglich wird, weitere Kapitel vorläufig abzuschließen.

Der Ko-Vorsitzende des EWSA, Decebal-Ștefăniță Padure, erklärte: „Die montenegrinischen Behörden sollten ihre ehrgeizigen Ziele umsetzen, und die organisierte Zivilgesellschaft sollte in jeden Schritt der Beitrittsverhandlungen einbezogen werden“. Die Ko-Vorsitzende der montenegrinischen Seite, Gordana Đurović, rief alle Beteiligten auf, die diesbezüglichen Bemühungen mitzutragen, damit die Kommission bis Juni einen positiven Bericht vorlegen kann.

Der Verhandlungsführer Dr. Predrag Zenović wies auf die wichtige Rolle und die konkrete Unterstützung der Zivilgesellschaft im Verhandlungsprozess hin. Für eine Mitgliedschaft Montenegros in der EU sprächen sich 80 % der Bevölkerung aus.

Die EU-Botschafterin in Montenegro, Oana Cristina Popa, stellte fest, dass Montenegro wohl endlich die notwendige Stabilität gefunden hat, um sich auf den EU-Beitritt als zentrale strategische Priorität konzentrieren zu können: „Wir werden uns alle darum bemühen, diese Gelegenheit nicht ungenutzt verstreichen zu lassen“.

Am Ende des Treffens wurde eine gemeinsame Erklärung angenommen, die dem Stabilitäts- und Assoziationsausschuss, dem Parlamentarischen Stabilitäts- und Assoziationsausschuss, dem Europäischen Auswärtigen Dienst, der Europäischen Kommission und der Regierung von Montenegro vorgelegt werden soll. (at)