Jeden Monat stellen wir in der Rubrik „Unser Überraschungsgast“ eine Persönlichkeit vor, deren Arbeit und Engagement andere inspiriert und die durch ihren Mut, ihre Charakterstärke und ihre Entschlossenheit ein Vorbild ist.

In diesem Monat ist Hanna Liubakova bei EWSA info zu Gast, eine belarussische Aktivistin und Journalistin, die eindringlich mahnt, dass die belarussische Opposition Europa jetzt mehr braucht denn je. Sie appelliert an die Europäische Union und andere Geber, die Aktionen der Opposition zu unterstützen und insbesondere Journalisten und NGO bei ihrem Kampf für Freiheit und Demokratie zu helfen.

Sie sagt ihre Meinung offen heraus: Die Opposition brauche Unterstützung, damit eine respektvolle Debatte möglich sei und die Transformation vorankomme.

Hanna Liubakova ist eine Journalistin aus Belarus und nichtständige wissenschaftliche Mitarbeiterin beim Atlantic Council, einer amerikanischen Denkfabrik. Sie arbeitet als Journalismus-Ausbilderin und Mentorin. Sie begann ihre Laufbahn bei dem einzigen unabhängigen belarussischen Fernsehsender Belsat, wo sie als Korrespondentin und Fernsehmoderatorin tätig war. Sie berichtete aus verschiedenen Ländern und Regionen, darunter Belgien, dem Vereinigten Königreich, Polen, Frankreich und Tschetschenien. Sie erhielt ein Václav-Havel-Stipendium für Journalismus bei Radio Free Europe/Radio Liberty in Tschechien und ein Stipendium des World Press Institute in den USA. Hanna Liubakova erwarb 2010 einen Abschluss in Kunstgeschichte an der Jagiellonen-Universität Krakau (Polen) und 2017 einen Master of Arts mit Auszeichnung in Internationalem Journalismus an der Brunel-Universität in London. Ihr wurde der Peter-Caws-Preis für die beste postgraduale Abhandlung verliehen. (ehp)