Isabel Caño Aguilar, Vizepräsidentin für Kommunikation: Ich sage nur „Auf Wiedersehen“

Alles hat seine Zeit. Nun ist die Zeit gekommen, auf Wiedersehen zu sagen. Wir haben zweieinhalb Jahre miteinander verbracht: Seit 2018 durfte ich in meiner Funktion als Vizepräsidentin für Kommunikation an der Seite von Milena Angelova arbeiten, die als Vizepräsidentin für den Haushalt zuständig ist.

Ich möchte die Gelegenheit ergreifen, um Ihnen, liebe Leserinnen und Leser unseres EWSA info, für Ihre Treue zu danken. Wir durften mit Ihnen die besten Momente unserer Veranstaltungen, Seminare, Debatten, Diskussionen und Plenartagungen teilen – kurz gesagt: aller Initiativen, die die Mandatsperiode des EWSA unter Präsident Luca Jahier geprägt haben.

Ich hatte das Glück, in der Direktion Kommunikation mit einem fantastischen Team zusammenzuarbeiten. Diese Kolleginnen und Kollegen, die mich in dieser Zeit unterstützt haben – diese Frauen und Männer, die für mich eine Bereicherung waren, die mir beigebracht haben, der Welt um uns herum größere Beachtung zu schenken, und die mit mir gemeinsam die Initiativen in dieser Mandatsperiode begleitet haben – werden mir stets in Erinnerung bleiben. Ohne ihre Arbeit, ihren Einsatz und ihren Enthusiasmus wäre meine Aufgabe unmöglich gewesen.

Wie oft haben wir den Gedanken von Hannah Arendt, dass „das Finden des rechten Wortes im rechten Augenblick [...] bereits Handeln ist“, in die Tat umgesetzt!

So viele Erinnerungen, Gesichter und Worte, die ich nie vergessen werde. An dieser Stelle seien die Journalisten erwähnt, die an den Dezember-Seminaren teilnahmen, etwa Andrew Caruana Galizia, der zur Meinungsfreiheit aufrief, oder Marta Lempart, die anlässlich der Verleihung des zweiten Preises der Zivilgesellschaft 2019 für Geschlechtergleichstellung an die polnische Organisation „Strajk Kobiet“ die Frauen dazu aufforderte, selbst für Veränderung zu sorgen.

Ich erinnere mich an folgenden Ratschlag der Brüsseler Medienvertreter, die wir zu den Sitzungen der Kommission für Kommunikation (COCOM) eingeladen hatten: „Hören Sie Ihren Mitgliedern zu, sie haben alle Geschichten zu erzählen“.

Es fanden zuweilen sehr lebhafte Diskussionen in den Sitzungen statt, zu denen wir in Athen und Málaga zusammenkamen. 2018 bot uns das Seminar in Athen, der Wiege der Demokratie, die Gelegenheit, wieder zu den Wurzeln unserer europäischen Werte zurückzukehren. 2019 kamen wir an der Universität in Málaga zu einer Veranstaltung zusammen, an der junge Menschen aktiv teilnahmen und auf der wir bekräftigten, dass die Europäische Union ein Projekt ist, das gemeinsam mit der Zivilgesellschaft aufgebaut werden muss.

Ab März 2020 mussten wir aufgrund der Lockdown-Maßnahmen unsere tägliche Arbeit umorganisieren. Die Pandemie hat unser Leben, aber auch unsere Arbeitsweise verändert. Der Ausschuss hat schnell reagiert und bereits am 17. März eine Erklärung veröffentlicht, in der wir mehr Solidarität und ein gemeinsames Vorgehen auf europäischer Ebene fordern, um die Folgen der Pandemie wirksam zu bewältigen.

Wir haben Hand in Hand mit anderen Institutionen zusammengearbeitet, um die Krise auf sozialer, wirtschaftlicher und politischer Ebene anzugehen. Als Vertreter der organisierten Zivilgesellschaft haben wir mit einer Stimme gesprochen und deutlich gemacht, dass wir nur gemeinsam stark genug sind, um die Krise zu meistern.

In der für Kommunikation zuständigen Abteilung haben wir für die Medienberichterstattung über unsere weiterlaufende Legislativarbeit gesorgt. Wir wollten aber auch zeigen, wie sich die EWSA-Mitglieder in ihrem Heimatland und in ihren Organisationen engagiert haben, um die Folgen der Pandemie zu bewältigen.

Unsere Artikelreihe „Dessine-moi...“ ermöglichte es den Mitgliedern, ihre Gefühle, Überlegungen und Ansichten zu diesen Momenten der Pandemie, in denen die Zeit stillzustehen schien, mit uns zu teilen. Vor allem haben sie uns aber erneut die Vielfalt unseres Ausschusses und der Aktivitäten der Gewerkschaften, Unternehmer und Mitglieder anderer Organisationen der Zivilgesellschaft vor Augen geführt.

Bald werden wir ein neues Kapitel der Geschichte unserer Institution aufschlagen. Ich danke Ihnen allen für Ihre Arbeit, Ihren Einsatz, Ihr Engagement und vor allem Ihre Bereitschaft zur Kommunikation über den Europäischen Wirtschafts- und Sozialausschuss.

Ich danke den Leserinnen und Lesern von EWSA info für Ihr stetes Interesse an Neuigkeiten vom EWSA, ich danke den Mitgliedern, die uns ihre Gedanken nähergebracht haben, und ich danke den Gruppen, den Fachgruppen und den Übersetzern, die trotz Zeitdruck Präzisionsarbeit geleistet haben.

Vielen Dank an das Team des Pressereferats für seine Effizienz und seine Kreativität sowie die Veröffentlichung dieses Newsletters, der immer mehr neue Abonnenten findet. Ich danke den Kolleginnen und Kollegen des Referats Online-Information (INF) für ihren künstlerischen und technischen Beitrag zur Produktion von EWSA info.

Ich gehe nicht weg – ich bleibe in meiner Funktion als Mitglied. Ich werde Sie bei all ihren Aktivitäten im Informations- und Kommunikationsbereich tatkräftig unterstützen.

Meine letzten Worte, die von Albert Camus stammen, sind wie eine Devise, die wir hoffentlich jeden Tag beherzigen können: „Schaffen heißt: zweimal leben“.