European Economic
and Social Committee
Überraschungsgast
Nach 20 Jahren im Vorzimmer der EU hat die öffentliche Unterstützung für eine EU-Mitgliedschaft in Nordmazedonien nachgelassen. Trotz der schleppenden Fortschritte, der Rückschläge und der Verzögerungen – nachdem Nordmazedonien bereits im Dezember 2005 der Status eines Kandidatenlandes zuerkannt wurde, dauerte es 15 Jahre bis zur Aufnahme der Beitrittsverhandlungen, so lang wie nie zuvor in der Geschichte der EU – ist die Aussicht auf wirtschaftlichen Wohlstand und regionale Stabilität nach wie vor der Hauptgrund für das Bestreben des Landes, der EU beizutreten. Allerdings müsse die EU auch zeigen, dass sie bereit ist, den Beitrittsprozess voranzubringen und Fortschritte zu belohnen. Diese Ansicht vertritt unser Überraschungsgast Biljana Spasovska, Exekutivdirektorin des Netzes für die Entwicklung der Zivilgesellschaft auf dem Balkan (BCSDN) und EWSA-„Erweiterungskandidatenmitglied“ für Nordmazedonien.
Biljana Spasovska ist Exekutivdirektorin des Netzes für die Entwicklung der Zivilgesellschaft auf dem Balkan (BCSDN), eines regionalen Netzes zivilgesellschaftlicher Organisationen zur Förderung und Stärkung der Zivilgesellschaft auf dem Balkan. Außerdem ist sie derzeit Ko-Vorsitzende der Plattform „CSO Partnership for Development Effectiveness“, Mitglied der Partnerschaft „Global Standard for CSO Accountability“ und „Erweiterungskandidatenmitglied“ im EWSA.
Frau Spasovska hat mehr als zehn Jahre Erfahrung als Führungskraft in den Bereichen Politikgestaltung und Interessenvertretung und hat sich in dieser Funktion für die Stärkung der Rolle der Zivilgesellschaft auf dem Balkan und in den politischen Prozessen auf nationaler und EU-Ebene eingesetzt. Sie hat mehrere regionale, europäische und globale Kooperationsprojekte zur Schaffung eines günstigeren zivilgesellschaftlichen Umfelds, einer glaubwürdigeren EU-Erweiterungspolitik, einer stärkeren zivilgesellschaftlichen Rechenschaftspflicht und einer wirksameren Entwicklungszusammenarbeit geleitet und mitgestaltet.
Als Absolventin der Universität Bologna (MA „Interdisziplinäre Studien“) promoviert sie derzeit zum Thema Globalisierung und Demokratie.