European Economic
and Social Committee
Vorwort des Präsidenten
2025 obliegt es uns gemeinsam, Europa stärker zu machen
Zu Beginn des Jahres 2025 übernimmt Polen den Vorsitz im Rat der Europäischen Union und führt uns vor Augen, dass die komplexen Herausforderungen, die die Gegenwart und die Zukunft Europas prägen, dringend und entschlossen angegangen werden müssen. Als übergeordnetes Thema wurde die Sicherheit gewählt, und Polens Regierung verspricht, uns durch ein Jahr zu führen, das für die Resilienz, den Zusammenhalt und den Fortschritt der EU von entscheidender Bedeutung sein wird.
Die Prioritäten des polnischen Vorsitzes spiegeln einen umfassenden Ansatz für Sicherheit in ihren vielen verschiedenen Dimensionen wider. Wesentlich für die innere Sicherheit mit Schwerpunkt auf dem Schutz der Grenzen und der Bekämpfung von Desinformation ist Wachsamkeit in Bezug auf neu auftretende Bedrohungen. Bei der äußeren Sicherheit werden die Stärkung der Verteidigungsfähigkeiten und die Innovationsförderung im Mittelpunkt stehen. Außerdem sollen die Anstrengungen im Hinblick auf die Erweiterung beschleunigt werden, um Stabilität in unserer Nachbarschaft zu gewährleisten. Die Sicherheit in den Bereichen Wirtschaft, Energie, Ernährung und Gesundheit wird indessen weiterhin von zentraler Bedeutung sein, wenn es darum geht, die Unabhängigkeit Europas und das Wohlergehen seiner Bürgerinnen und Bürger zu gewährleisten.
Wir im Europäischen Wirtschafts- und Sozialausschuss (EWSA) sind bereit, die Agenda des Ratsvorsitzes mit voller Kraft zu unterstützen und unsere einzigartige Rolle als Stimme der Zivilgesellschaft einzubringen. Der EWSA wird sich aktiv an der Debatte darüber beteiligen, wie die Wettbewerbsfähigkeit Europas geschützt und gleichzeitig sichergestellt werden kann, dass beim Wandel – ob digitaler, ökologischer oder wirtschaftlicher Art – niemand zurückgelassen wird.
Dieses Jahr steht auch im Zeichen eines politischen Neuanfangs mit dem Beginn der Amtszeit einer neuen Europäischen Kommission. Dies bietet erneut die Gelegenheit, politische Rahmenbedingungen zu gestalten und Initiativen umzusetzen, die den Erwartungen der europäischen Bürgerinnen und Bürger entsprechen. Der EWSA wird seinen Beitrag leisten und sich dafür einsetzen, dass die Perspektiven der Zivilgesellschaft und der Sozialpartner im Mittelpunkt der Beschlussfassung der EU stehen.
Zu Beginn des neuen Jahres werden wir an unsere gemeinsame Verantwortung für den Aufbau eines stärkeren und inklusiveren Europas erinnert. Der EWSA wird sich weiterhin für Rechtsstaatlichkeit, nachhaltige Entwicklung und sozialen Zusammenhalt einsetzen und dafür sorgen, dass die Beiträge der Zivilgesellschaft die Prioritäten der Agenda der EU prägen. Gemeinsam mit dem polnischen Ratsvorsitz werden wir daran arbeiten, die dringenden Herausforderungen von heute zu bewältigen und gleichzeitig den Weg für ein sicheres, wettbewerbsfähiges und geeintes Europa für künftige Generationen zu ebnen.
Oliver Röpke
Präsident des EWSA