European Economic
and Social Committee
#COP27: Europäische Zivilgesellschaft fordert ehrgeizigere Klimaziele von den EU-Organen und den Mitgliedstaaten
Wenige Tage vor Beginn der COP 27 in Scharm El-Scheich verabschiedete der EWSA eine Entschließung zum Thema „Eine existenzielle Bedrohung gemeinsam bewältigen – die Sozialpartner und die Zivilgesellschaft für die Umsetzung einer ehrgeizigen Klimapolitik“. Die Botschaft der europäischen organisierten Zivilgesellschaft war klar: Die EU-Organe und die Mitgliedstaaten müssen ihre Führungsrolle weiter wahrnehmen und ehrgeizigere Klimaziele setzen, unabhängig davon, welche Maßnahmen andere Regionen in der Welt ergreifen.
Der Klimawandel erfüllt eine deutliche Mehrheit der Europäerinnen und Europäer (70 %) mit großer Sorge. Laut einer Eurobarometer-Umfrage meinen fast drei Viertel von ihnen, dass sie selbst mehr für den grünen Wandel tun müssen. Der EWSA forderte in seiner Entschließung und über seine siebenköpfige Delegation in Scharm El-Scheich alle Beteiligten deshalb auf, den neuesten wissenschaftlichen Empfehlungen zu folgen und ehrgeizigere Klimaschutzziele zu setzen.
Der EWSA-Delegation gehörten die Mitglieder und Berichterstatter der Entschließung Peter Schmidt, Isabel Caño Aguilar, Sandra Parthie, Josep Puxeu Rocamora, Neža Repanšek und Lutz Ribbe sowie die junge Klimaaktivistin Sophia Wiegand an.
„Der Klimawandel ist eine der größten Herausforderungen für die Menschheit im 21. Jahrhundert. Nicht erst unsere Kinder werden seine Folgen zu spüren bekommen, sondern bereits wir selbst. Unsere Lebensweise wird sich von Grund auf verändern“, erklärte Cillian Lohan, EWSA-Vizepräsident für Kommunikation und Klimaaktivist. „Natürlich ist uns bewusst, dass die Europäische Union mehr tut als jeder andere Teil der Welt, wie der europäische Grüne Deal und das Paket ‚Fit für 55‘ zeigen. Doch ist es unsere Pflicht als Vertreter der europäischen Zivilgesellschaft, die Europäische Kommission und die EU-Mitgliedstaaten nachdrücklich aufzufordern, ihre Führungsrolle beizubehalten, und unsere globalen Partner davon zu überzeugen, Europas Beispiel zu folgen.“ (ks)