European Economic
and Social Committee
Europas Schlüsselindustrien fordern mehr Einfluss des EWSA auf die Politikgestaltung
Bei der Feier zum 20-jährigen Bestehen der Beratungstätigkeit des EWSA in Fragen des industriellen Wandels sprachen sich zentrale Industriezweige der EU für eine stärker datengestützte und zukunftsorientierte Reaktion auf die Umbrüche aus, die durch die COVID-19-Pandemie, den russischen Angriffskrieg, die Klimakrise sowie den industriellen und sozialen Wandel ausgelöst werden.
Am 8. Juni beging der EWSA feierlich das 20-jährige Bestehen seiner Beratenden Kommission für den industriellen Wandel (CCMI). Vertreter der Bergbau-, Energie-, Verteidigungs- sowie Luft- und Raumfahrtindustrie betonten, dass die Politik der EU in einer grundlegend veränderten Welt sowohl die industriellen Erfordernisse als auch die sozialen Gegebenheiten richtig widerspiegeln müsse.
EWSA-Präsidentin Christa Schweng unterstrich bei der Eröffnung das Bestreben des EWSA, „mit der organisierten Zivilgesellschaft, den EU-Institutionen und allen einschlägigen Interessenträgern zusammenzuarbeiten, um gemeinsame Lösungen für die Herausforderungen zu finden, vor denen unsere Industrie steht.“
Thierry Breton, für den Binnenmarkt zuständiges Mitglied der Kommission, würdigte, dass „der EWSA in industriepolitischen Fragen ein wichtiger Ratgeber ist und bleibt.“ Angesichts der Herausforderungen des Klimawandels, der Pandemie und des Krieges vor der eigenen Haustür müsse Europa dringend sein industrielles Schicksal selbst in die Hand nehmen.
Der CCMI-Vorsitzende Pietro Francesco De Lotto sieht die Aufgabe der CCMI darin, neue Fragen zu stellen, Zukunftsthemen zu beleuchten und ihre spezielle Expertise in die Debatte einzubringen, damit die Ansichten aller Beteiligten zum Tragen kommen. Und weiter: „Die Beratende Kommission für den industriellen Wandel ist ein Modell für neue Denkansätze zur Zukunft des sozialen Dialogs in den europäischen Institutionen“.
Die stellvertretende CCMI-Vorsitzende Monika Sitárová betonte: „Unsere Berichte liefern eine Faktengrundlage für Stellungnahmen und Empfehlungen. Wir nutzen unsere Erfahrungen mit dem sozialen Dialog, um den industriellen Wandel und seine sozialen Folgen zu bewältigen, frühzeitig Veränderungen zu erkennen und zu sozial akzeptablen Lösungen beizutragen.“ (ks)