Jeder Beitrag zählt

Liebe Leserinnen und Leser!

Wow! Ich bin immer noch sehr gerührt von den Emotionen der Gewinnerinnen und Gewinner unseres diesjährigen Preises der zivilgesellschaftlichen Solidarität, dessen feierliche Verleihung vor einem Online-Publikum von 7.500 Zuschauerinnen und Zuschauern ich am 15. Februar mit ausrichten durfte.

Und die Preisträger stehen nur für eine Vielzahl von Aktionen. Alle 250 bei uns eingegangenen Bewerbungen zeugen von der fantastischen Solidarität, die viele auch in Zeiten der COVID-19-Pandemie unter Beweis stellen. Die preisgekrönten Projekte sind nur ein Bruchteil dessen, was vor Ort geleistet wird, ein Bruchteil des enormen Engagements zahlloser Organisationen und Einzelpersonen, um Bedürftigen zu helfen, Menschenleben zu retten oder einfach bei der Bewältigung der durch die Pandemie verursachten Not zu helfen. Dies zeigt, dass unsere zahlreichen Gemeinschaften wirklich das Herzstück Europas bilden.

Inhaltlich reichen die Projekte von der Bereitstellung von Sachleistungen wie Nahrungsmitteln und Unterstützung für ältere oder obdachlose Menschen über die Herstellung von medizinischem Schutzmaterial für Ärztinnen, Ärzte, medizinisches Personal und Wochenstationen bis hin zu vollständig online durchgeführten Projekten, wie psychologische Betreuung von Teenagern oder Menschen in Not, Bekämpfung von COVID-bezogenen Falschmeldungen, Unterstützung von Kindern mit besonderen pädagogischen Bedürfnissen und deren Eltern bei der Sicherstellung von Schule und Therapie trotz Schulschließungen, Organisation zertifizierbarer Kurse über alles Wissenswerte zum Thema COVID-19 oder Veranstaltung von Balkonkonzerten während des ersten Lockdowns, um die Stimmung zu heben. Und dies sind nur einige wenige Beispiele!

Die preisgekrönten Projekte sind ein Beleg dafür, dass die Größe keine Rolle spielt, wenn es darum geht zu helfen. Sie reichen von Initiativen einer 18-jährigen Schülerin bis hin zu groß angelegten Operationen einer internationalen Nichtregierungsorganisation, die als erfahrener Gesundheitsdienstleister in Krisenzeiten auf mehreren Kontinenten tätig ist.

Sehen Sie, was wir mit Bürgersinn, Mitgefühl und Rücksicht alles erreichen können.

Der EWSA möchte den Beitrag der europäischen Zivilgesellschaft zur Überwindung der Krise sowie ihre zentrale Rolle anerkennen. Wir möchten den Menschen, die vor Ort so viel leisten, mit dieser Auszeichnung zeigen, dass Europa für ihr Engagement und ihre Solidarität dankbar ist.

Wir hoffen, dass unser Preis nicht nur den Preisträgern als Anreiz, sondern auch allen anderen Organisationen und Einzelpersonen als Inspiration dienen wird, ihr außergewöhnliches solidarisches Handeln fortzusetzen. Ihr Engagement ist für den Erfolg beim Kampf gegen die Pandemie und für die Schaffung einer besseren Zukunft für Europa von herausragender Bedeutung. Deshalb sind wir sehr stolz und dankbar, diesen Moment mit einigen dieser unglaublichen Menschen begehen zu können.

Wir möchten, dass auch Sie diese mutigen und kreativen Menschen sowie ihre Arbeit besser kennenlernen. Diese Ausgabe enthält Interviews mit allen Gewinnern, die unter anderem über ihre Beweggründe hinter den Projekten sowie über die Reaktionen der unmittelbaren Begünstigten berichten. Außerdem steht ein Podcast mit dem Gewinner der Kategorie „Grenzübergreifend“ zur Verfügung: Die Nichtregierungsorganisation Emergency hat im italienischen Bergamo ein Krankenhaus errichtet, als die Stadt in den ersten Tagen der Pandemie ein Coronavirus-Hotspot war. Für alle, die noch mehr erfahren möchten, hier auch ein paar weitere interessante Fakten. Wir wünschen Ihnen eine angenehme Lektüre.

Cillian Lohan

EWSA-Vizepräsident für Kommunikation