Auf ein frohes, friedliches und besser planbares neues Jahr!

Liebe Leserinnen und Leser!

Der Beginn des neuen Jahres steht noch immer ganz im Zeichen von COVID-19, Lockdown und den Arbeitsmarktfolgen, die Impfstoffe lassen aber für die Zukunft auf Besserung hoffen. 2021 wird es darum gehen, genügend Impfdosen für alle bereitzustellen und die Menschen vom Sinn der Impfung zu überzeugen. Je weiter wir damit vorankommen, desto mehr werden wir uns überlegen müssen, wie wir Europa nach der Coronakrise wieder in Schwung bringen und gestalten wollen.

Portugal, das seit dem 1. Januar den Vorsitz im Rat der EU innehat, blickt jedenfalls breit aufgestellt auf die Zukunft. Zu den Prioritäten des portugiesischen Ratsvorsitzes gehören die Bekämpfung der Wirtschaftskrise und die Abfederung ihrer Folgen für die Bürgerinnen und Bürger durch einen fairen, grünen und digitalen Aufschwung.

Der EWSA begrüßt diese Prioritäten und will mit den Sondierungsstellungnahmen, die er auf Ersuchen des portugiesischen Ratsvorsitzes erarbeiten wird, zu ihrer praktischen Umsetzung beitragen. Wir werden uns mit dem Thema Telearbeit auch unter dem Gesichtspunkt der Geschlechtergleichstellung befassen. Daneben werden unsere Mitglieder Stellungnahmen zur Berufsbildung und zu den Schwierigkeiten beim Aufbau eines einheitlichen europäischen Eisenbahnraums erarbeiten.

Die Rolle der Sozialwirtschaft bei der Schaffung von Arbeitsplätzen und der Umsetzung der europäischen Säule sozialer Rechte ist Thema einer weiteren Sondierungsstellungnahme. Bei sozialen Fragen sind meine Erwartungen an den informellen EU-Sozialgipfel hoch, der im Mai 2021 in Porto stattfinden soll. Der EWSA will auch weiterhin gerne an der Umsetzung der europäischen Säule sozialer Rechte mitwirken.

Natürlich werden wir uns auch mit dem grünen Wandel und der Digitalisierung befassen – den beiden Megatrends, die für die Zukunft der EU eminent wichtig sein werden. Wie ich in den Prioritäten meiner Präsidentschaft dargelegt habe, müssen wir dafür sorgen, dass dieser Wandel allgemein der EU und vor allem den Bürgerinnen und Bürger zugutekommt.

2021 ist das erste Jahr des neuen langfristigen EU-Haushalts, dazu werden die außerordentlichen Mittel des Aufbaufonds NextGenerationEU in diesem Jahr freigegeben. Der EWSA wird dessen Umsetzung auf nationaler Ebene verfolgen. Mit ihrem Praxiswissen können unsere Mitglieder helfen, Engpässe bei der Freigabe der Mittel festzustellen, und sie sind in der Lage, die Wirkung dieser beispiellosen Ressourcen auf den Wiederaufschwung zu beurteilen. Von größter Bedeutung ist und bleibt, dass die Mittel rasch zugänglich werden.

Der Beschluss über die Konferenz zur Zukunft Europas steht leider immer noch aus. Ich hoffe, dass die interinstitutionelle Debatte hierüber bald zum Abschluss kommt, damit wir uns an die Arbeit machen und den Diskussionsbeitrag der organisierten Zivilgesellschaft formulieren können.

Zuguterletzt werden wir weiter am Image unseres Ausschusses feilen. Wie zu Beginn meiner Präsidentschaft versprochen, wollen wir uns mit einem verbesserten Verhaltenskodex höheren ethischen Standards verpflichten und für mehr Transparenz sorgen.

Ich wünsche Ihnen eine angenehme Lektüre dieses Newsletters und alles Gute für 2021! Auf ein frohes, friedliches und besser planbares neues Jahr!

Christa Schweng

Präsidentin des EWSA