Überraschungsgast

Jeden Monat stellen wir in der Rubrik „Unser Überraschungsgast“ Persönlichkeiten vor, die durch ihre Arbeit und ihr Engagement Vorbildwirkung haben –

im Januar haben wir Maria Demertzis, stellvertretende Direktorin des 2005 in Brüssel gegründeten und auf Wirtschaft spezialisierten europäischen Thinktanks Bruegel, und Jean-Dominique Giuliani, Präsident der Robert-Schuman-Stiftung in Paris, eingeladen. Diese 1991 nach dem Fall der Berliner Mauer gegründete Stiftung setzt sich für das europäische Einigungswerk ein. Unsere Gäste erläutern die Chancen und Herausforderungen der französischen EU-Ratspräsidentschaft, die an einem Wendepunkt in der Entwicklung Europas stattfindet.

Maria Demertzis ist stellvertretende Direktorin bei Bruegel. Davor arbeitete sie bei der Europäischen Kommission und in der Forschungsabteilung der niederländischen Zentralbank. Außerdem bekleidete sie akademische Positionen an der Harvard Kennedy School of Government in den USA und an der Universität Strathclyde im Vereinigten Königreich, an der sie in Wirtschaftswissenschaften promovierte. Sie veröffentlichte zahlreiche Artikel in internationalen akademischen Zeitschriften und war regelmäßig an der Gestaltung politischer Maßnahmen der Europäischen Kommission und der niederländischen Zentralbank beteiligt.

Jean-Dominique Giuliani ist seit 2000 Präsident der Robert-Schuman-Stiftung in Paris. Er unterstützte die Europäische Kommission als Sonderberater und war davor als Rechtsberater im französischen Staatsrat, Kabinettchef des französischen Senatspräsidenten René Monory (1992–1998), Vorstandsmitglied in der Taylor Nelson Sofres Group (1998–2001) und Präsident des Institut libre d’étude des relations internationales (ILERI) (2019–2021) tätig. Er ist Gründer des Unternehmens J-DG.com – International Consultants und gehört dem Aufsichtsrat von ARTE France an. Als Autor zahlreicher Bücher über die Europäische Union, darunter La grande bascule – Le XXIe siècle européen (2019), Mitherausgeber des Permanent Atlas of the European Union (2021), Leitartikler und regelmäßiger Verfasser von Beiträgen für diverse Medien äußert er sich sowohl in Frankreich als auch im Ausland häufig zu europäischen Fragen, für die er als einer der profiliertesten Experten gilt. (ehp)