Am hochrangigen Forum des EWSA zum Thema Frauenrechte nahmen führende Persönlichkeiten teil, um die diesbezüglich drängenden Fragen zu erörtern und die Hauptprioritäten im Vorfeld der bevorstehenden Tagung der UN-Kommission für die Rechtsstellung der Frau festzulegen.

Die Botschaft des hochrangigen EWSA-Forums für Frauenrechte ist eindeutig: Es wurden Fortschritte erzielt, aber diese reichen nicht aus. So hat die EU zwar Maßnahmen zum Schutz von Frauen und Mädchen ergriffen, doch strukturelle Formen von Ungleichheit, Geschlechterstereotype und Rückschritte bei den Frauenrechten bleiben eine Bedrohung für die hart erkämpften Errungenschaften in Europa. Solange die strukturellen Hindernisse nicht abgebaut werden, können Frauen nicht vollumfänglich an der Gesellschaft teilhaben.

An dem hochrangigen Forum, das am 26. Februar im Rahmen der EWSA-Plenartagung stattfand, nahmen die Vorsitzende der Ad-hoc-Gruppe „Gleichstellung“ des EWSA Sif Holst, EWSA-Präsident Oliver Röpke, die Kommissarin für Gleichberechtigung sowie Krisenvorsorge und -management Hadja Lahbib, die Direktorin des Europäischen Instituts für Gleichstellungsfragen Carlien Scheele, die Direktorin des Brüsseler Büros von UN Women Florence Raes, die Vertreterin des türkischen Unternehmerinnenverbandes KAGIDER bei der EU Ayşe Yürekli, die Generalsekretärin der Europäischen Frauenlobby Mary Collins sowie Cianán Russell, Referent bei ILGA-Europe, teil.

Dabei wurden in zwei dynamischen Diskussionsrunden dringliche Gleichstellungsfragen erörtert, die auch Gegenstand von auf der Plenartagung verabschiedeten EWSA-Stellungnahmen waren. Das Forum bot Fachleuten, Interessenvertreterinnen und -vertretern sowie politischen Entscheidungsträgern und -trägerinnen Gelegenheit, sich auszutauschen, Lösungsansätze vorzuschlagen und ihr Engagement für die Förderung der Frauenrechte in Europa und darüber hinaus zu bekräftigen.

Die erste Podiumsdiskussion war der bevorstehenden 69. Tagung der UN-Kommission für die Rechtsstellung der Frau (UNCSW69) gewidmet, die zweite Gewalt gegen Frauen und Mädchen als Menschenrechtsfrage. Im Anschluss an das Forum wurden auf der Plenartagung zwei Stellungnahmen zu eben diesen Themen verabschiedet: Beitrag des EWSA zu den Prioritäten der EU auf der UNCSW69 und Gewalt gegen Frauen als Menschenrechtsfrage. (lm)