European Economic
and Social Committee
Technologien zur CO-Entfernung in der Industrie entscheidend für die Verwirklichung der Ziele des Grünen Deals
Auf seiner September-Plenartagung verabschiedte der EWSA die Initiativstellungnahme „Dekarbonisierung der europäischen Industrie durch Technologien zur CO2-Entfernung“.
Mit der Verabschiedung des europäischen Klimagesetzes wurde ein ehrgeiziges Emissionsreduktionsziel für 2030 vorgegeben und das Ziel der Klimaneutralität bis 2050 bekräftigt. Um diese Ziele zu erreichen, müssten Technologien zur CO2-Entfernung (CDR) eingesetzt werden. Je schleppender und inkonsequenter die Treibhausgasemissionen verringert werden, desto stärker kommt es auf CDR-Technologien für die Verwirklichung der Ziele des Übereinkommens von Paris an.
„Die Dekarbonisierung wird in den vor uns liegenden 30 Jahren einen tiefgreifenden Wandel der industriellen Abläufe erfordern“, erläutert Andrés Barceló Delgado, Berichterstatter für die Stellungnahme. „Obwohl es bereits viele CO2-arme Technologien gibt, sind ihre Fortschritte nach wie vor unbefriedigend. Wir brauchen nun ehrgeizige Technologiefahrpläne, um diese bahnbrechenden Technologien auszubauen und in großem Umfang einzusetzen, und die EU muss die Innovation durch die Klima- und Innovationsfonds fördern.“
Je nachdem, wann CDR-Technologien zum Einsatz kommen, können sie zwei unterschiedlichen Zwecken dienen: 1) Entweder kann die Erreichung von Klimaneutralität durch den Ausgleich von Emissionen aus Sektoren, in denen der Ausstoß schwerer zu senken ist, beschleunigt und so die Wahrscheinlichkeit erhöht werden, dass die Temperaturschwellen nicht überschritten werden, oder sie können 2) dazu beitragen, die Erderwärmung nach einer Überschreitung der Temperaturziele wieder unter die Schwellen zu senken.
„Die Entwicklung von Technologien sowie die Ausbildung und Umschulung der Arbeitskräfte sind für den grünen Wandel in der verarbeitenden Industrie unverzichtbar. Durch den sozialen Dialog auf europäischer, einzelstaatlicher und regionaler Ebene sollten das Bewusstsein, die Akzeptanz und die Unterstützung für eine grüne und gerechte Umstellung der Industrie gefördert werden. Für einen effektiven industriellen Wandel, bei dem niemand zurückgelassen wird, sind Kompetenzaufbau und Projekte zur Auslotung von Schlüsselkompetenzen wesentlich“, ergänzt Mitberichterstatterin Monika Sitárová. (ks)