Maria Nikolopoulou: Europäische Woche für die Gleichstellung der Geschlechter im EWSA

Schon im zweiten Jahr in Folge arbeitet der EWSA mit dem Europäischen Parlament zusammen und beteiligt sich an der „Europäischen Woche für die Gleichstellung der Geschlechter“. Es geht darum, dass es ganz normal sein sollte, in all unseren Debatten eine Geschlechterperspektive zu berücksichtigen.

Der EWSA hat beschlossen, im Rahmen der Sitzungen seiner Fachgruppen und der Beratenden Kommission für den industriellen Wandel (CCMI) im Oktober und November verschiedene Veranstaltungen zu organisieren. Darüber hinaus plant der EWSA auf seiner Oktober-Plenartagung, die während der Woche für die Gleichstellung der Geschlechter stattfindet, eine Debatte mit Evelyn Regner, Mitglied und Vizepräsidentin des Europäischen Parlaments, die dort für dieses Projekt zuständig ist. 

Der EWSA unterstützt diese Initiative, und ich hoffe, dass wir sie so lange weiterführen können, wie dies notwendig ist, um ein Bewusstsein dafür zu schaffen, dass zwar Fortschritte auf dem Weg zu einer effektiven Gleichstellung von Männern und Frauen erzielt werden, dies jedoch nicht schnell genug geschieht und diese Fortschritte keineswegs unverrückbar sind. Unsere Gesellschaft stellt sich offen gegen Ungleichheit, Diskriminierung und Gewalt gegen Frauen. Die Mehrheit setzt sich bewusst und in der Öffentlichkeit für die Rechte der Frau ein und achtet sie. Leider sind aber einige Einstellungen und Diskurse so sehr in Fleisch und Blut übergegangen, dass manche Menschen unwissentlich in die Falle tappen und diese weiter verbreiten, während andere dies absichtlich tun, um einen gesellschaftlichen Wandel zu verhindern.

Die Zuständigkeitsbereiche der Fachgruppen des EWSA geben uns die Möglichkeit, die Stellung der Frau in verschiedenen Kontexten zu beleuchten – angefangen von den männerlastigsten bis hin zu den Bereichen, in denen Frauen besonders stark vertreten sind. Die Gleichstellung ist nicht „Frauensache“. Gleichstellung ist eine Voraussetzung für den Aufbau fairer, resilienter und prosperierender Gesellschaften. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass Frauen und Männer diesen Weg gemeinsam gehen, Hand in Hand, und einander dabei respektieren und unterstützen. 

Maria Nikolopoulou, EWSA-Mitglied und Vorsitzende der Gruppe „Gleichstellung“