European Economic
and Social Committee
Desinformation als Waffe ausländischer Mächte zum Schaden unserer Gesellschaften
Die Fachgruppe Außenbeziehungen (REX) des EWSA hat ihre zweite Kampagne und Konferenz zur Bekämpfung von Desinformation veranstaltet. Sie sind Teil ihres übergeordneten Projekts zum Thema Desinformation, das mithilfe der Zivilgesellschaft umgesetzt werden soll.
Nach der erfolgreichen Kampagne in Bulgarien fand die Veranstaltung diesmal am 18. April in Moldau statt. Die Republik Moldau hat unlängst ihre Kapazitäten im Bereich strategische Kommunikation und strategischer Dialog durch zwei entsprechende Stellen verstärkt: das Zentrum für strategische Kommunikation und die Bekämpfung von Desinformation und das Zentrum für Bürgerinitiativen für nationale Minderheiten.
Die Konferenz fand in Zusammenarbeit mit der Staatlichen Universität Moldau in Chișinău statt.
EWSA-Präsident Oliver Röpke wies in seiner Rede auf der Konferenz darauf hin, wie wichtig es ist, den Dialog zu fördern und Bürger aus den unterschiedlichsten Milieus und Gemeinschaften bei der Bekämpfung von ausländischer Einflussnahme und Desinformation einzubeziehen.
Desinformation verbreitet sich gewöhnlich innerhalb der Bevölkerung und oft horizontal. Statt einen Top-down-Ansatz zu verfolgen, ist dem Problem also besser beizukommen, indem Bürger zum Nachdenken angeregt und direkt eingebunden werden. Die organisierte Zivilgesellschaft kann hier eine entscheidende Rolle spielen, denn Desinformation zerstört den Zusammenhalt unserer Gesellschaften.
Ana Revenco, Direktorin des Zentrums für strategische Kommunikation und die Bekämpfung von Desinformation und eine der Hauptrednerinnen der Konferenz, hob hervor, dass Bürger Desinformation auf sich gestellt nicht entkräften können. Mithilfe des Zentrums könnten sie jedoch ihre Fähigkeiten verbessern, toxische Desinformation langfristig zu bekämpfen, erklärte die Rednerin und fügte hinzu:
„Desinformation aus der Welt zu schaffen, ist ein unrealistisches Ziel. Bei unseren gemeinsamen Anstrengungen geht es darum Falschmeldungen zu entlarven und zu unterbinden, um ihren üblen Einfluss auf unsere Gesellschaften einzudämmen.“
Mihai Peicov, Leiter des Zentrums für Bürgerinitiativen für nationale Minderheiten, beschrieb die Einrichtung dieses Zentrums durch die Regierung als einen wichtigen Schritt, um alle in die Gesellschaft zu integrieren. Außerdem müssten für Minderheiten neue bildungspolitische Maßnahmen getroffen werden.
Besondere Aufmerksamkeit wurde bei der Konferenz der Bildung und jungen Menschen gewidmet, denn viele neue Erkenntnisse kamen gerade von den jüngsten Teilnehmern – Studierenden und Journalisten.
Den Videobericht über die Konferenz finden Sie hier.
#EUvsDisinfo (at)