Anlässlich der 69. Tagung der Kommission der Vereinten Nationen für die Rechtsstellung der Frau (CSW69) in New York bekräftigten der Europäische Wirtschafts- und Sozialausschuss (EWSA) und der Wirtschafts-, Sozial- und Kulturrat der Afrikanischen Union (ECOSOCC der AU) ihr unermüdliches Engagement für die Förderung der Gleichstellung der Geschlechter und die Stärkung der Rolle der Frau.

Zum 30-jährigen Jubiläum der Erklärung und der Aktionsplattform von Peking würdigen der EWSA und der ECOSOCC der AU sowohl die erzielten Fortschritte als auch die anhaltenden Herausforderungen, die einer vollständigen Gleichstellung der Geschlechter noch im Wege stehen.

In ihrer zweiten gemeinsamen Erklärung werden die wichtigsten Prioritäten hervorgehoben, darunter die Stärkung der Führungsrolle von Frauen durch Geschlechterquoten, die Beendigung geschlechtsspezifischer Gewalt durch internationale Übereinkommen, die Überwindung der digitalen Kluft zwischen den Geschlechtern und die Förderung der wirtschaftlichen Teilhabe von Frauen.

Gefordert werden stärkere Maßnahmen in Bezug auf unbezahlte Betreuungs- und Pflegearbeit, die Einbeziehung von Frauen in Friedensbemühungen und eine datengestützte Politikgestaltung. In der Erklärung wird insbesondere auch auf die globale Zusammenarbeit zum Abbau systemischer Ungleichheiten und zur Wahrung der Rechte der Frauen eingegangen. Der EWSA fordert die EU seinerseits auf, geschlechtsspezifische Gewalt zu bekämpfen, Geschlechterparität zu gewährleisten und die Rolle der Zivilgesellschaft bei der Förderung der Gleichstellung zu verteidigen.

EWSA-Präsident Oliver Röpke erklärte: „30 Jahre nach der Erklärung von Peking müssen wir den Worten Taten folgen lassen. Die Gleichstellung der Geschlechter ist kein Privileg, sondern ein Grundrecht, und ihre Verwirklichung ist für nachhaltige und integrative Gesellschaften von entscheidender Bedeutung. Der EWSA ist fest entschlossen, Barrieren zu beseitigen, die uneingeschränkte Teilhabe von Frauen an Entscheidungsprozessen zu gewährleisten und ihre wirtschaftliche Teilhabe zu fördern. Jetzt ist es an der Zeit, dass Regierungen, Institutionen und die Zivilgesellschaft entschlossen handeln – ohne Rechenschaftspflicht gibt es auch keine Gleichstellung.“

Die UN-Kommission für die Rechtsstellung der Frau ist das wichtigste internationale und zwischenstaatliche Gremium, das sich für die Gleichstellung der Geschlechter einsetzt. Dies war das zweite Mal, dass der EWSA an der größten jährlichen Tagung der UN zur Stärkung der Rolle der Frau teilnahm. (tk)