Der EWSA fordert mehr gemeinsames Handeln im Rahmen der EU-Strategie für maritime Sicherheit, deren Ziel der Erhalt der Souveränität, Sicherheit und Wettbewerbsfähigkeit der EU sein muss. Er unterstützt die Zusammenarbeit zwischen der EU und der NATO zur Gefahrenabwehr im Seeverkehr und unterstreicht die Bedeutung eines entschlossenen Engagements mit internationalen Partnern, um gemeinsam gegen Schleuserkriminalität und Menschenhandel vorzugehen.

Auf seiner September-Plenartagung verabschiedete der EWSA zu der gemeinsamen Mitteilung der Kommission über die EU-Strategie für maritime Sicherheit und den dazugehörigen Aktionsplan eine Stellungnahme, in der er die Bedeutung des Multilateralismus als zentrales politisches Prinzip des auswärtigen Handelns der EU im Bereich der maritimen Sicherheit hervorhebt.

Die Zusammenarbeit zwischen der EU und der NATO sollte weiter ausgebaut werden, um eine wirksamere Koordinierung in verschiedenen Bereichen von gemeinsamem Interesse, einschließlich der kritischen Infrastrukturen, zu erreichen.

Anastasis Yiapanis, Mitglied des EWSA und Berichterstatter für die Stellungnahme, erklärt: „Die Strategie für maritime Sicherheit ist auf den Strategischen Kompass abgestimmt. Der maritime Sektor muss Priorität erhalten und ist in seiner Gesamtheit zu betrachten, insbesondere vor dem Hintergrund der Zunahme hybrider Bedrohungen.“

Darüber hinaus fordert der EWSA die EU zu einer engeren Zusammenarbeit mit internationalen Partnern auf, um in Bereichen, die ihnen ein gemeinsames Anliegen sind, wie Schleuserkriminalität und Menschenhandel, geschlossen zu handeln.

Mateusz Szymański, Mitglied des EWSA und Ko-Berichterstatter der Stellungnahme, ergänzt: „Die Sicherheit von Schiffsbesatzungen sollte für die EU ganz oben stehen.“

Bedauerlicherweise wird die Rolle der Zivilgesellschaft in der vorgeschlagenen Strategie für maritime Sicherheit kein einziges Mal erwähnt. Der EWSA betont, dass ohne eine kontinuierliche Zusammenarbeit und konstruktive Diskussionen mit der Zivilgesellschaft der EU keine Akzeptanz der Öffentlichkeit für den Kommissionsvorschlag und künftige Maßnahmen zu erreichen ist. (at)