von der Gruppe Organisationen der Zivilgesellschaft

Die Eindämmung der Armut in der EU ist ein äußerst große und komplexe Aufgabe, die nicht von Basisorganisationen allein geschultert werden kann. Vielmehr ist ein ganzes Spektrum von Maßnahmen notwendig, so das Fazit einer unlängst von unserer Gruppe organisierten Debatte.

 Armut ist in der EU und der übrigen Welt nach wie vor ein ungelöstes Problem. Angesichts der seit Beginn des Krieges in der Ukraine erheblich gestiegenen Lebenshaltungskosten ist die Armutsbekämpfung nun wichtiger denn je. Die Organisationen der Zivilgesellschaft leisten einen bedeutenden Beitrag zur Eindämmung der Folgen von Armut. Es kommt jedoch vor allem darauf an, die künftigen politischen Maßnahmen so zu gestalten, dass sie vor Armut schützen. Dies ist das Fazit einer von der Gruppe Organisationen der Zivilgesellschaft des EWSA am 22. März 2023 organisierten Debatte. Zu den hochrangigen Gastrednern auf dieser Veranstaltung zählte u. a. die italienische Ministerin für Arbeit und Sozialpolitik Marina Elvira Calderone.

Séamus Boland, Vorsitzender der Gruppe Organisationen der Zivilgesellschaft, wies darauf hin, dass 2021 jeder Fünfte in Europa von Armut und sozialer Ausgrenzung bedroht war (laut Eurostat entspricht das 95,4 Millionen Menschen bzw. 21,7 % der EU-Bevölkerung). Deshalb darf die Politik auf allen Ebenen nicht übersehen, dass Armut in der EU nach wie vor ein Problem ist. „Niemanden zurücklassen – dieser Leitsatz muss weiter aktuell bleiben“, betonte er. Armut wurde als der Hauptgrund für den Ausschluss von Menschen von Arbeit, Bildung und grundlegender Gesundheitsversorgung genannt. Sie ist die wichtigste Ursache für soziale Ausgrenzung und Ungleichheit.

Ministerin Calderone betonte in ihrem Redebeitrag, dass die Armutsbekämpfung erhebliche Investitionen in soziale und berufliche Netze erfordert, um Menschen auf einen Entwicklungsweg zu bringen, der ihre Chancen verbessert. „Es muss unbedingt sichergestellt werden, dass die Behörden eigene Initiativen der Bürgerinnen und Bürger durch geeignete rechtliche Rahmenbedingungen fördern, damit neue Organisationsformen entstehen können“, so Frau Calderone. „Wir alle müssen auf die verschiedenen Formen der Armut und die jeweiligen Bedürfnisse der Regionen reagieren.“

Carlos Susias, Vorsitzender des Europäischen Netzes gegen Armut (EAPN), betonte die Verantwortung der ...

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