European Economic
and Social Committee
Für junge Menschen
Der Europäische Wirtschafts- und Sozialausschuss ist überzeugt, dass die Zukunft Europas von den Ideen und Vorstellungen junger Menschen geprägt sein sollte, daher steht die Einbeziehung junger Menschen in die Festlegung und Umsetzung seiner politischen Prioritäten für den EWSA weit oben auf der Tagesordnung.
Der EWSA organisiert verschiedene Veranstaltungen speziell für die jungen Bürgerinnen und Bürger der Europäischen Union. So können einerseits die jungen Menschen neues Wissen erwerben und neue Erfahrungen machen. Auf der anderen Seite profitiert auch der EWSA von den Ideen und Anregungen junger Menschen.
Vor diesem Hintergrund begrüßt der EWSA die Ausrufung des Jahres 2022 zum Europäischen Jahr der Jugend, fordert aber auch klare Pläne, in denen sich die Institutionen dazu verpflichten, ihren Beitrag zur EU-Jugendstrategie zu leisten. Der Schwerpunkt sollte dabei auf konkreten Ergebnissen für alle jungen Europäerinnen und Europäer liegen.
Unsere wichtigsten Jugendprojekte sind in unserer Rubrik „Für junge Menschen“ aufgeführt.
Your Europe, Your Say! (YEYS)
Seit 2010 ist die jährliche Veranstaltung Your Europe, Your Say! (YEYS) die perfekte Gelegenheit, junge Menschen zusammenzubringen, um ihre Ideen, Meinungen und Zukunftsvorstellungen in die Beschlussfassung auf EU-Ebene einzubringen.
Die Themen werden so ausgewählt, dass sie für das Leben junger Menschen, aber auch für die Zukunft Europas insgesamt große Bedeutung haben. 2022 war YEYS dem Thema „Die Wahrheit über Lügen. Jugendliche entlarven Fake News und Desinformation“ gewidmet.
99 Schülerinnen und Schüler und 44 Lehrkräfte aus verschiedenen Ländern haben Ideen ausgetauscht, an Workshops teilgenommen und darüber diskutiert, wie Desinformation wirksamer bekämpft werden kann und wie sie selbst, aber auch ihre Mitschülerinnen und Mitschüler und andere Personen besser aufgeklärt werden können.
Weitere Informationen gibt es HIER!
Die Legislativtätigkeit des EWSA
Über die Jugendveranstaltungen hinaus fördert der EWSA die Einbeziehung junger Menschen auch in seine gesamte Legislativtätigkeit. (Weitere Informationen zu den Stellungnahmen des EWSA) Der EWSA hat eine Stellungnahme zum Europäischen Jahr der Jugend verabschiedet, in der er betont, wie wichtig die Zusammenarbeit mit jungen Menschen und Jugendorganisationen und die Verknüpfung dieses Europäischen Jahres mit der Europäischen Jugendstrategie ist, insbesondere mit der bereichsübergreifenden Dimension der Jugendpolitik.
Darüber hinaus hat der EWSA kürzlich eine Initiativstellungnahme zum Thema „Angemessene Arbeitsplätze für junge Menschen und Integration von NEET-Jugendlichen (d. h. jungen Menschen, die weder arbeiten noch eine Schule besuchen oder eine Ausbildung absolvieren) durch sinnvolle Konzipierung nationaler Aufbaupläne“ verabschiedet. In dieser Stellungnahme rufen wir dazu auf, die Mittel aus dem Aufbaufonds für Investitionen in die Schaffung hochwertiger Arbeitsplätze für junge Menschen zu nutzen, der Schwerpunkt sollte dabei auf unbefristeten Verträgen und guten Arbeitsbedingungen liegen.
Derzeit arbeitet der EWSA an einer Initiativstellungnahme zum EU-Jugendtest, in der ein Instrument für die Folgenabschätzung entwickelt werden soll, mit dessen Hilfe die EU sicherstellen kann, dass alle europäischen Legislativvorschläge eine positive Wirkung für junge Menschen haben.
Jugendklima- und -nachhaltigkeitsdebatten
Im Nachgang zu der vom EWSA verabschiedeten Stellungnahme „Für eine strukturierte Einbeziehung junger Menschen in Klima- und Nachhaltigkeitsfragen“ wurden im Juli 2021 die Jugendklima- und ‑nachhaltigkeitsdebatten ins Leben gerufen.
Die vom EWSA in Zusammenarbeit mit dem Europäischen Jugendforum, Generation Climate Europe und der Europäischen Kommission ausgerichteten Jugenddebatten finden mindestens zweimal jährlich in Brüssel statt. Was macht sie so besonders? Sie bieten jungen Menschen Raum für einen regelmäßigen, strukturierten und sinnvollen Dialog mit den Entscheidungsträgern der EU.
Die Jugenddebatten sind jeweils einem bestimmen Thema gewidmet, über das eine Gruppe von etwa zehn Jugendvertretern mit dem für das ausgewählte Thema zuständigen Kommissionsmitglied diskutiert. Nach jeder Veranstaltung erstellen die Jugendvertreter ein Dokument mit einigen konkreten politischen Forderungen, das sie dem entsprechenden Kommissionsmitglied vorlegen. Im Verlauf des Folgemonats erhalten sie dann von ihm eine klare schriftliche Antwort auf ihre Vorschläge.
Bislang wurden die beiden folgenden Jugenddebatten veranstaltet:
1. Jugendklima- und -nachhaltigkeitsdebatte
An dieser ersten Veranstaltung am 13. Juli 2021 nahm Exekutiv-Vizepräsident der Europäischen Kommission Frans Timmermans teil.
2. Jugendklima- und -nachhaltigkeitsdebatte
Später im Jahr, am 26. November 2021, fand die zweite Jugendklima- und -nachhaltigkeitsdebatte statt, an der das für Umwelt, Meere und Fischerei zuständige Kommissionsmitglied Virginijus Sinkevičius teilnahm.