Besondere Aufmerksamkeit für Menschen mit Behinderungen

Vor dem Krieg gab es 2,7 Millionen Menschen mit Behinderungen in der Ukraine. Was aber ist, wenn das Unglück zuschlägt? Von Ukrainerinnen und Ukrainern mit einer Behinderung hört man, dass sie sich im Stich gelassen fühlen, dass sie keine Informationen erhalten, keine geeigneten Beförderungsmöglichkeiten finden, nicht in Evakuierungszentren und Luftschutzräume gelangen und kaum Hilfe von humanitären Organisationen bekommen.

Eine Organisation, die sich um die Evakuierung von Menschen mit Behinderungen kümmert, ist die Behindertenorganisation „Fight for Right“. Ein Teil der Verbandsführung ist nach Dänemark geflohen. Dort traf EWSA-Mitglied Sif Holst mit ihnen zusammen und hat versucht, Hilfe von dänischen Behindertenverbänden zu organisieren. Die vier Frauen, die ich traf, sind aufrechte, engagierte Persönlichkeiten. Sie konnten sich mit dem retten, was sie am Leibe tragen, aber das war‘s auch. Sie können noch gar nicht sagen, was sie brauchen, um ihre Arbeit fortzusetzen. Nötig ist Geld, um mehr Menschen aus dem Land herauszuhelfen und geeignete Beförderungsmöglichkeiten zu finden.

 Sif Holst