Ein Jahr mit Fortschritten und Versprechen: Überlegungen von Präsident Röpke

Das Jahr 2024 neigt sich nun dem Ende zu und ich möchte auf wichtige Erfolge des Europäischen Wirtschafts- und Sozialausschusses (EWSA) in den vergangenen Monaten zurückblicken. Gemeinsam haben wir der Stimme der Zivilgesellschaft mehr Nachdruck verliehen, die demokratischen Grundsätze gestärkt und uns für Nachhaltigkeit in Europa und weltweit eingesetzt.

Mit besonderem Stolz erfüllt uns der Start der Initiative für Erweiterungskandidatenmitglieder (EKM), mit der Vertreter der EU-Kandidatenländer in die Beratungsprozesse des EWSA einbezogen wurden. Diese Initiative bekräftigt unser Engagement für einen transparenten und leistungsorientierten Erweiterungsprozess, mit dem die künftigen Mitgliedstaaten auf die uneingeschränkte Beteiligung an der EU vorbereitet werden.

Durch die Unterzeichnung einer Kooperationsvereinbarung mit dem Rat für nachhaltige wirtschaftliche und soziale Entwicklung Brasiliens haben wir globale Partnerschaften ausgebaut. Dadurch wurde die Zusammenarbeit in den Bereichen nachhaltige Entwicklung und Demokratie verstärkt, wie dies meine Treffen mit Präsident Lula da Silva verdeutlichten. . Auf dem G20-Sozialgipfel in Rio de Janeiro spielte der EWSA eine zentrale Rolle und trat gemeinsam mit Präsident Lula und der brasilianischen Regierung für eine Reform der Regierungsführung und die Verbesserung des Sozialschutzes ein. Im Rahmen unserer Partnerschaft mit der Afrikanischen Union, die durch eine gemeinsame Erklärung auf dem UN-Zukunftsgipfel formalisiert wurde, haben wir zudem eine inklusive globale Ordnungspolitik und gerechte Klimaschutzmaßnahmen propagiert. Diese internationalen Initiativen machen deutlich, dass der EWSA zunehmend an Einfluss gewinnt, wenn gemeinsame Herausforderungen angegangen werden.

In Europa hat die Woche der Zivilgesellschaft gezeigt, wie wichtig das Engagement an der Basis bei der Gestaltung der Zukunft der EU ist. Auf dem hochrangigen Forum zur Erweiterung haben wir bekräftigt, dass es bei der Erweiterung nicht nur um die Ausdehnung von Grenzen, sondern auch um die Vertiefung der gemeinsamen Werte geht. Bei den Treffen mit führenden Politikern wie dem albanischen Ministerpräsidenten Edi Rama ging es vor allem darum sicherzustellen, dass die Zivilgesellschaft bei den Beitrittsverhandlungen der EU eine maßgebliche Rolle spielt. Ergänzend dazu wurden in der Präsidiumssitzung des EWSA in Warschau Gespräche über den digitalen Wandel geführt, um den technologischen Fortschritt mit den europäischen Werten der Gerechtigkeit und Fairness in Einklang zu bringen. Diese Bemühungen bilden die Grundlage für den künftigen polnischen Ratsvorsitz der EU.

Mit Blick auf 2025 liegt unser Schwerpunkt nach wie vor auf der Stärkung der partizipativen Demokratie, der Förderung der sozialen Gerechtigkeit und der Bewältigung globaler Herausforderungen wie dem Klimawandel und der Digitalisierung. Der EWSA wird sich auch weiterhin unermüdlich für ein Europa einsetzen, das zuhört, Impulse gibt und niemanden zurücklässt.

Möge das kommende Jahr Frieden, Fortschritt und Wohlstand für alle bringen.