von Nicoletta Merlo 

Praktika bieten jungen Menschen die Möglichkeit, die Arbeitswelt kennenzulernen, sich beruflich zu orientieren und Erfahrung zu sammeln. Sie sind in ganz Europa nicht zuletzt auch dank des Programms „Europäische Jugendgarantie“ sehr populär geworden. Die Empfehlung des Rates zu einem Qualitätsrahmen für Praktika aus dem Jahr 2014 umfasst wichtige Leitlinien für die Mitgliedstaaten, wie sie dieses Instrument umsetzen können.

von Nicoletta Merlo 

Praktika bieten jungen Menschen die Möglichkeit, die Arbeitswelt kennenzulernen, sich beruflich zu orientieren und Erfahrung zu sammeln. Sie sind in ganz Europa nicht zuletzt auch dank des Programms „Europäische Jugendgarantie“ sehr populär geworden. Die Empfehlung des Rates zu einem Qualitätsrahmen für Praktika aus dem Jahr 2014 umfasst wichtige Leitlinien für die Mitgliedstaaten, wie sie dieses Instrument umsetzen können. 

Leider kam es im Laufe der Zeit zu Missbräuchen und Verzerrungen bei der Durchführung von Praktika: Immer öfter werden junge Praktikantinnen und Praktikanten ausgebeutet und ersetzen als billige Arbeitskräfte ohne Zugang zu angemessenen Garantien und sozialem Schutzersetzen die bisherigen Beschäftigten. 

Deshalb unterstützt der EWSA das Ziel der Europäischen Kommission, den Qualitätsrahmen für Praktika in ganz Europa zu verbessern, insbesondere was die Stärkung der Lern- und Ausbildungsinhalte und die Bekämpfung des Missbrauchs von Praktika angeht. 

In den beiden Kommissionsvorschlägen – eine aktualisierte Empfehlung des Rates und eine Richtlinie – werden jedoch nicht alle Fragen behandelt, und es gibt eine Reihe problematischer Aspekte: 

  • Sie beziehen sich unterschiedslos auf alle Formen von Praktika, so dass den Unterschieden zwischen den verschiedenen Arten von Praktika und ihrem Zweck sowie ihren unterschiedlichen Ausprägungen in den Mitgliedstaaten nicht angemessen Rechnung getragen wird; 
  • weder sind die notwendigen Maßnahmen zur Verhinderung des Missbrauchs von Praktika im Vorfeld noch verbindliche Vorschriften zur Anhebung der Qualitätsstandards vorgesehen; 
  • zudem ist der Anwendungsbereich des Richtlinienvorschlags lediglich auf diejenigen Praktikantinnen und Praktikanten beschränkt, die als Beschäftigte gelten bzw. in einem Arbeitsverhältnis stehen. Dies ist in weniger als der Hälfte der Mitgliedstaaten der Fall, so dass der Kreis der Nutznießer begrenzt ist und die gewünschten Ergebnisse womöglich nicht erreicht werden. 

Ich bin der Meinung, dass zur Verbesserung der Qualität von Praktika zunächst Mindestqualitätskriterien für jede Art von Praktika festgelegt werden sollten, um den Rückgriff der Arbeitgeber auf Praktika im Vorfeld zu begrenzen. Diese Kriterien sollten grundlegende Garantien mit einem deutlichen Schwerpunkt auf Schulungen sowie der Bekämpfung jeglicher Missbrauchsfälle anhand geeigneter Maßnahmen umfassen und hierfür auch gründlichere Kontrollen vorsehen. 

Darüber hinaus müssen alle jungen Menschen einen gleichberechtigten Zugang zur Praktikumserfahrung haben und unbezahlte Praktika deshalb abgeschafft werden. Auch wenn nicht generell von einem Lohn gesprochen werden kann, da Praktikantinnen und Praktikanten nicht als Beschäftigte und Praktika zumeist nicht als Beschäftigungsverhältnis angesehen werden, bedarf es dennoch einer obligatorischen Vergütung, die sich nicht nur an den jeweiligen Aufgaben und Verantwortlichkeiten orientiert, sondern auch allen damit verbundenen Kosten für die Praktikantinnen und Praktikanten Rechnung trägt. 

Schließlich sollte – wenn es um die Umsetzung der Vorschriften auf nationaler Ebene sowie die Überwachung und Kontrolle der Nutzung dieses Instruments geht – die Rolle der Sozialpartner stärker berücksichtigt werden.

von Rieke Smit, Redakteurin bei Social News Daily/ #UseTheNews

Unser heutiger Gast ist die junge Journalistin Rieke Smit von #UseTheNews, eine Initiative der deutschen Nachrichtenagentur DPA rund um den Nachrichtenkonsum und die Förderung der Medienkompetenz der Genration Z. Angesichts von Statistiken, nach denen weniger als ein Drittel der 18- bis 24-Jährigen sich für Nachrichten interessiert und 23 % von ihnen sich ausschließlich über TikTok informieren, geht es Rieke um die Frage, wie die Generation Z nicht nur auf TikTok, sondern auch über andere Social-Media-Plattformen erreicht werden kann – und wie ihr Interesse für wichtige Nachrichten geweckt werden kann, die unmittelbare Auswirkungen auf ihr Leben haben.

von Rieke Smit, Redakteurin bei Social News Daily/ #UseTheNews

Unser heutiger Gast ist die junge Journalistin Rieke Smit von #UseTheNews, eine Initiative der deutschen Nachrichtenagentur DPA rund um den Nachrichtenkonsum und die Förderung der Medienkompetenz der Genration Z. Angesichts von Statistiken, nach denen weniger als ein Drittel der 18- bis 24-Jährigen sich für Nachrichten interessiert und 23 % von ihnen sich ausschließlich über TikTok informieren, geht es Rieke um die Frage, wie die Generation Z nicht nur auf TikTok, sondern auch über andere Social-Media-Plattformen erreicht werden kann – und wie ihr Interesse für wichtige Nachrichten geweckt werden kann, die unmittelbare Auswirkungen auf ihr Leben haben.

Wir verlieren eine ganze Generation – so scheint es zumindest. Wir erreichen die Gen Z nicht mehr mit Nachrichten. Weniger als ein Drittel der 18- bis 24-Jährigen sind an Nachrichten interessiert. Bei den unter 18-Jährigen sieht es noch schlechter aus. 

Dies ist im Allgemeinen kein neues Phänomen. Mittlerweile ist Nachrichtenmüdigkeit und -vermeidung in aller Munde. Hinzu kommt die zunehmende Bedeutung von Influencern und Plattformen mit ihren Videoclips für ein junges Publikum, worauf auch im aktuellen Digital News Report des Reuters Institute for the Study of Journalism hingewiesen wird. 

Der Nachrichtenkonsum junger Menschen geht stetig zurück, weil es ihnen schwer fällt, vertrauenswürdige Nachrichten auf Plattformen wie TikTok zu finden, aber auch, weil sie zu den Nachrichten keinen Bezug haben. So drückte es – symptomatisch für diesen alarmierenden Trend – ein 16-jähriges Mädchen in einer unserer #UseTheNews-Studien aus. Damit drängt sich die Frage auf: Wie können wir die Generation TikTok erreichen? 

Zunächst einmal müssen wir mit Nachrichten, Beiträgen und Hintergrundinformationen auf den Plattformen sein, auf denen sie ohnehin schon sind. Als Nächstes müssen wir jungen Menschen zeigen, warum es für sie so wichtig ist, auf dem Laufenden zu bleiben. Hierdurch bauen wir gleichzeitig – quasi als „Nebenwirkung“ – ihre Medienkompetenz aus. 

Dies ist auch das Ziel von #UseTheNews und des Social News Daily-Redaktionsteams, das dieses Jahr zum „Jahr der Nachricht“ ausrief, um die Gesellschaft und Demokratie durch eine bessere Nachrichtenkompetenz – insbesondere bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen – zu stärken. 

Hierfür bringt Social News Daily (SND) seine Nachrichten auf TikTok, Instagram und YouTube. Nachrichten auf Social Media? Wie kann das gehen? Das geht mit genau den Methoden, mit denen andere schon lange erfolgreich sind: Man kann sich schminken, kochen oder spazierengehen, und währenddessen über ernste Themen sprechen. Und genau das tun wir beim SND – und zwar mit Nachrichten. 

Wir versuchen, uns so gut wie möglich an die Zuschauergewohnheiten anzupassen. Wir verpacken komplexe Themen in 40-Sekunden-Videos und sagen auch, warum diese für 16-Jährige relevant sind. 

Darüber hinaus setzen wir „Clickbait“-Techniken ein, jedoch ohne journalistische Standards außer Acht zu lassen. Warum? Auf TikTok haben Sie nur zwei Sekunden, um Aufmerksamkeit zu erregen. Wenn Ihr Video in diesem kleinen Zeitraum kein Interesse weckt, sieht es sich niemand weiter an. Daher beginnen wir direkt mit einer provokativen Frage oder einem speziellen Teaser, um so zunächst Aufmerksamkeit zu erregen und dann am Ende des Videos Antworten zu geben. Die jungen Menschen schauen sich so das ganze Video und damit auch den journalistischen Inhalt an. Und das ist alles?

Reicht es aus, als Medienportal auf Social Media zu sein? Die kurze Antwort lautet nein. Es muss mehr Berührungspunkte zwischen jungen Menschen und Journalistinnen und Journalisten geben, damit das Vertrauen in die Medien gestärkt und Journalismus transparent wird. Beispielsweise sollen Lehrkräfte ermutigt werden, Medienkompetenz in der Schule zu fördern oder den Kontakt zwischen Klassenzimmer und Redaktion zu intensivieren, wie wir es mit unseren Modellprojekten und Newscamps von #UseTheNews tun. 

Wir müssen dort sein, wo die jungen Menschen sind: in Schulen, auf Festivals und Social Media, um mit ihnen über Falschmeldungen, die Medien und ihre Bedeutung reden zu können. Nur so kann die Gen Z wieder mit Nachrichten erreicht werden. 

Social News Daily auf TikTok: https://www.tiktok.com/@social.news.daily 

#UsetheNews auf Instagram: https://www.instagram.com/usethenews2024/?hl=de 

Als Redakteurin vom Dienst ist Rieke für den Redaktionsalltag von Social News Daily (SND) zuständig. Sie ist seit 2021 in verschiedenen Rollen für #UseTheNews tätig und nun für die Planung, Koordinierung sowie die Abnahmen von Beiträgen bei SND verantwortlich. Nach ihrem Bachelor und Master mit Schwerpunkt Journalismus und humanitäre Hilfe hat sie ein Volontariat in der FUNKE Zentralredaktion absolviert.

#UseTheNews, eine Initiative der deutschen Nachrichtenagentur DPA, erforscht die Nachrichtenkompetenz junger Menschen. Mithilfe des Leibniz-Instituts für Medienforschung werden im News Literacy Lab und im Rahmen des Social News Desks innovative Nachrichtenformate entwickelt. Parallel dazu stellt #UseTheNews Workshops und Materialien für Lehrkräfte zur Verfügung. Das Projekt wird von einer ganzen Reihe von Partnern aus den Bereichen Medien, Bildung und Forschung unterstützt. Das Kuratorium besteht aus bekannten Persönlichkeiten aus Medienwelt und Politik.

Bekämpfung des sexuellen Missbrauchs von Kindern

Document Type
AS

Pflegende Angehörige

Document Type
AS

20 Jahre nach dem EU-Beitritt Sloweniens lud der Europäische Wirtschafts- und Sozialausschuss (EWSA) führende Persönlichkeiten aus Politik und Zivilgesellschaft aus Anlass dieses symbolträchtigen Jubiläums nach Ljubljana ein. Die fundamentalen Vorteile der EU-Mitgliedschaft wurden hervorgehoben, und es wurde bestätigt, dass die Zukunft des Westbalkan in der EU liegt.

20 Jahre nach dem EU-Beitritt Sloweniens lud der Europäische Wirtschafts- und Sozialausschuss (EWSA) führende Persönlichkeiten aus Politik und Zivilgesellschaft aus Anlass dieses symbolträchtigen Jubiläums nach Ljubljana ein. Die fundamentalen Vorteile der EU-Mitgliedschaft wurden hervorgehoben, und es wurde bestätigt, dass die Zukunft des Westbalkan in der EU liegt. 

Auf der Konferenz „Die Erfolgsgeschichte der EU-Erweiterung geht weiter – Vorteile für die Staaten des Westbalkans im Vorfeld des Beitritts“, die vom EWSA in enger Zusammenarbeit mit der Europäischen Kommission und der Open Society Foundation (Westbalkan) veranstaltet wurde, kamen die notwendigen Reformen zur Sprache, die für Fortschritte auf dem Weg zum Beitritt erforderlich sind – ausdrücklich eingeschlossen davon ist der Schutz der Grundwerte der EU. 

An der Konferenz nahmen Präsident Oliver Röpke, die slowenische Außenministerin Tanja Fajon, der slowenische Arbeitsminister Luka Mesec und die Generalsekretärin des Regionalen Kooperationsrates, Majlinda Bregu, teil. 

Für EWSA-Präsident Oliver Röpke ist klar: „Der Platz des Westbalkans ist in der EU, und unsere Familie ist ohne diese Länder nicht vollständig. Sie können sich darauf verlassen, dass der EWSA weiter daran arbeiten wird, und deshalb wird er auch im September das Gipfeltreffen der Zivilgesellschaft zur Erweiterung abhalten.“ 

Die slowenische Außenministerin Tanja Fajon erklärte: „Ich glaube, dass wir in der heutigen geopolitischen Lage mehr denn je aufeinander angewiesen sind. In diesem Prozess brauchen wir die Zivilgesellschaft. Sie muss die Politik und die Regierung dazu anhalten, sich auf die EU zuzubewegen.“ 

Luka Mesec, slowenischer Minister für Arbeit, Familie, Soziales und Chancengleichheit, erklärte: „Slowenien und die Länder des Westbalkans haben eine lange gemeinsame Geschichte. Unser gemeinsames Haus ist die Europäische Union, daher werde ich mich in der slowenischen Regierung dafür einsetzen, den Beitritt der Länder des westlichen Balkans zur Europäischen Union zu erleichtern.“ (mt)

Nahezu die Hälfte der Praktikantinnen und Praktikanten in der EU sind unentgeltlich beschäftigt und viele werden gar in „Scheinpraktika“ als billige Arbeitskräfte eingesetzt, ohne Zugang zu sozialem Schutz oder anderen Rechten. Der jüngste Vorschlag der Europäischen Kommission zur Verbesserung der Qualität von Praktika in der EU wurde zwar als Schritt in die richtige Richtung begrüßt, jedoch als nicht weitreichend genug kritisiert. Wir haben die Berichterstatterin für die Stellungnahme „Praktikumsrichtlinie/verstärkter Qualitätsrahmen für Praktika“, Nicoletta Merlo, gebeten, den Standpunkt des EWSA zu dem Kommissionsvorschlag sowie seine Empfehlungen zur Verbesserung der Qualität von Praktika und zur Gewährleistung ihrer Zugänglichkeit für alle – und nicht nur für junge Menschen, die es sich leisten können – zu erläutern.

Nahezu die Hälfte der Praktikantinnen und Praktikanten in der EU sind unentgeltlich beschäftigt und viele werden gar in „Scheinpraktika“ als billige Arbeitskräfte eingesetzt, ohne Zugang zu sozialem Schutz oder anderen Rechten. Der jüngste Vorschlag der Europäischen Kommission zur Verbesserung der Qualität von Praktika in der EU wurde zwar als Schritt in die richtige Richtung begrüßt, jedoch als nicht weitreichend genug kritisiert. Wir haben die Berichterstatterin für die Stellungnahme „Praktikumsrichtlinie/verstärkter Qualitätsrahmen für Praktika“, Nicoletta Merlo, gebeten, den Standpunkt des EWSA zu dem Kommissionsvorschlag sowie seine Empfehlungen zur Verbesserung der Qualität von Praktika und zur Gewährleistung ihrer Zugänglichkeit für alle – und nicht nur für junge Menschen, die es sich leisten können – zu erläutern.

Den jungen Menschen in Albanien wird bei der Heranführung ihres Landes an die EU eine immens wichtige Rolle zukommen. Ihre Offenheit für den Wandel und ihre Begeisterung für die EU wird jedoch häufig nicht so unterstützt, dass sie sich in substanzieller Weise an Programmen, Projekten und Entscheidungsprozessen beteiligen können. Es bedarf einer umfassenden Koordinierung der Interessenträger, die sich auf junge Menschen konzentriert, schreibt unser Überraschungsgast Dafina Peci, Exekutivdirektorin des Nationalen Jugendkongresses Albaniens. 

Den jungen Menschen in Albanien wird bei der Heranführung ihres Landes an die EU eine immens wichtige Rolle zukommen. Ihre Offenheit für den Wandel und ihre Begeisterung für die EU wird jedoch häufig nicht so unterstützt, dass sie sich in substanzieller Weise an Programmen, Projekten und Entscheidungsprozessen beteiligen können. Es bedarf einer umfassenden Koordinierung der Interessenträger, die sich auf junge Menschen konzentriert, schreibt unser Überraschungsgast Dafina Peci, Exekutivdirektorin des Nationalen Jugendkongresses Albaniens. 

Dafina Peci wurde 2016 Exekutivdirektorin des Nationalen Jugendkongresses Albaniens, dessen Präsidentin sie zuvor für zwei Jahre war. Seit 2017 unterrichtet Frau Peci an der politikwissenschaftlichen Fakultät der Universität Tirana. Sie war Mitglied der Arbeitsgruppe zur Einrichtung des Regionalbüros für Jugendzusammenarbeit (RYCO) und vertrat Albanien anschließend im RYCO-Lenkungsausschuss sowie als Jugendvertreterin in dessen Verwaltungsrat. Sie hat einen Bachelor-Abschluss in Politikwissenschaften und internationalen Beziehungen und einen Master-Abschluss in Regionalpolitik und Sicherheitspolitik. Im Rahmen ihrer postgradualen Studien spezialisierte sie sich auf Sicherheit nach Konflikten und den Aufbau von Friedens- und Vermittlungseinrichtungen.

von Dafina Peci, Exekutivdirektorin des Nationalen Jugendkongresses Albaniens

Junge Menschen sind nicht nur die Spitzenpolitiker von morgen, sondern ihre Mitarbeit wird bereits hier und heute dringend gebraucht. Ihr Enthusiasmus, ihre Fantasie und ihr Wille, großartige Ideen zu verwirklichen, sind entscheidend für den gesellschaftlichen Fortschritt. Das aktive Engagement junger Menschen fördert demokratische Werte, den sozialen Fortschritt und die persönliche Entwicklung. Es vermittelt den Entscheidungsträgern wichtige Erkenntnisse über die Probleme, die angepackt werden müssen.

von Dafina Peci, Exekutivdirektorin des Nationalen Jugendkongresses Albaniens 

Junge Menschen sind nicht nur die Spitzenpolitiker von morgen, sondern ihre Mitarbeit wird bereits hier und heute dringend gebraucht. Ihr Enthusiasmus, ihre Fantasie und ihr Wille, großartige Ideen zu verwirklichen, sind entscheidend für den gesellschaftlichen Fortschritt. Das aktive Engagement junger Menschen fördert demokratische Werte, den sozialen Fortschritt und die persönliche Entwicklung. Es vermittelt den Entscheidungsträgern wichtige Erkenntnisse über die Probleme, die angepackt werden müssen. 

Albaniens Jugend sieht die EU-Integration sehr positiv, doch leider wird ihre Begeisterung nicht durch geeignete Informationen, Kenntnisse oder Mittel unterstützt, die ihre Teilhabe ermöglichen würden. 

Albanien könnte viel gewinnen, wenn seine Jugend befähigt würde, sich wirklich an Programmen und Projekten zu beteiligen. Dies würde jungen Albanern dabei helfen, ihre Bedürfnisse und Prioritäten zum Ausdruck zu bringen und aktiv den von ihnen gewünschten Wandel herbeizuführen. 

Der Nationale Jugendkongress Albaniens bemüht sich sehr darum, zu erfassen, was das zivilgesellschaftliche Engagement und die Teilhabe junger Menschen für den Wandel der Gesellschaft auszurichten vermag. Um die Aktivitäten junger Menschen und ihre Beteiligung am Prozess der EU-Integration Albaniens zu verbessern, müssten den gewonnenen Erkenntnissen unbedingt auch konkrete Maßnahmen folgen. Das beginnt bei starken Partnerschaften, bei denen die Jugend besonders berücksichtigt wird, und reicht über Investitionen in die Jugend als wertvoller Teil der Gesellschaft bis hin zur Förderung größerer Synergien zwischen allen einschlägigen Interessenträgern. Dies sind meines Erachtens entscheidende Punkte. 

Partnerschaft mit jungen Menschen und der Zivilgesellschaft zur Förderung der EU-Integration Albaniens

Junge Menschen sind nicht nur die Hoffnung, auf die wir bauen, sondern sie sind auch unsere wichtigsten Treiber des Wandels, die Albanien nach vorne bringen – und zwar nicht nur in eine bessere Zukunft, sondern auch in eine lebenswerte Gegenwart. Die Jugend hat den Mut, die Ideale und den Willen, selbst unerreichbar erscheinende Ideen zum Leben zu erwecken. Jugendliche, die sich aktiv in die Gesellschaft einbringen, fördern nicht nur ihre persönliche und soziale Entwicklung, sondern machen dadurch auch unsere Gesellschaft demokratischer. Außerdem eröffnet ihr Engagement den Entscheidungsträgern wertvolle Perspektiven zu Themen und Tendenzen, die entschlossenes Handeln erfordern. Die Stärkung der Handlungskompetenz und das Engagement junger Menschen durch eine aktive Beteiligung an Aktivitäten und Programmen, die ihren Bedürfnissen und Zielen entsprechen, würden Albanien entscheidend voranbringen. 

Teilhabe gehört nicht nur als ein grundlegendes Konzept zu den Menschenrechten. Sie ist auch ein praktisches Mittel zur Förderung einer aktiven Bürgerschaft für alle. Die Beteiligung an Wahlen durch Stimmabgabe oder Kandidatur um Wahlämter sind unabdingbare Bestandteile des demokratischen Lebens. Doch bei der Teilhabe junger Menschen im Alltag geht es um weitaus mehr. Das Recht auf Teilhabe und die Möglichkeiten dazu sind zwar Voraussetzungen für eine aktive Bürgerschaft. Es braucht aber auch die Mittel, die Räume, die Instrumente und erforderlichenfalls die finanzielle Unterstützung, um Einfluss auf die Entscheidungsfindung nehmen und sich an Maßnahmen und Aktivitäten beteiligen zu können, die eine Gesellschaft stärker und widerstandsfähiger machen. 

In diesem Sinne ist der Ausbau der Netze zivilgesellschaftlicher Organisationen entscheidend, um zusätzliche Orte für die Einbeziehung und Befähigung junger Menschen zu schaffen. Zivilgesellschaftliche Organisationen können durch Zusammenarbeit bewährte Verfahren finden, voneinander lernen, Informationen austauschen, und neue Ideen entdecken, und sie können Netze knüpfen und Synergien schaffen. Darüber hinaus können sie auf diese Weise zusätzliche Mittel für die Schwerpunkte ihrer gemeinsamen Arbeit mobilisieren und Strategien und Programme koordinieren. Junge Menschen werden durch die Arbeit zivilgesellschaftlicher Organisationen gestärkt, was auch dazu beiträgt, die Vertretung und die Teilhabe junger Bevölkerungsgruppen an der Gesellschaft zu verbessern. 

Die jungen Menschen könnten viel Potenzial und Innovationskraft in die albanische Gesellschaft einbringen, indem sie den Weg für soziales, kulturelles und wirtschaftliches Wachstum bereiten. In diesem Sinne hoffe ich, dass sich die Erweiterung konkretisiert und zu einem Weckruf für die Jugend und die Zivilgesellschaft wird. 

Es bleibt noch viel zu tun, und weitere Anstrengungen sind erforderlich, damit die echte und aktive Beteiligung junger Menschen an der Gesellschaft gestärkt wird und sie dementsprechend vertreten sind und in Führungspositionen gelangen können. Die Einbeziehung junger Menschen ist nicht möglich ohne die Schaffung und Förderung von Räumen für den Zugang zu Informationen sowie den Dialog und den Wissensaustausch mit Gleichaltrigen, Interessenträgern und Entscheidungsträgern.

Mit dem EU-Jugendtest sollen junge Menschen stärker an der Politikgestaltung beteiligt werden. Nach Ablauf der Bewerbungsfrist für die Teilnahme am EU-Jugendtest im EWSA erläuterte uns die Vorsitzende der Ad-hoc-Gruppe „Jugend“ des EWSA, Katrīna Leitāne, nun, was dieser Test den ausgewählten Jugendorganisationen bringen wird, die an der Arbeit des Ausschusses mitwirken sollen.

Mit dem EU-Jugendtest sollen junge Menschen stärker an der Politikgestaltung beteiligt werden. Nach Ablauf der Bewerbungsfrist für die Teilnahme am EU-Jugendtest im EWSA erläuterte uns die Vorsitzende der Ad-hoc-Gruppe „Jugend“ des EWSA, Katrīna Leitāne, nun, was dieser Test den ausgewählten Jugendorganisationen bringen wird, die an der Arbeit des Ausschusses mitwirken sollen.