European Economic
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Renate Heinisch: Gemeinsam die Einsamkeit überwinden
Als Apothekerin habe ich mich in Corona Zeiten intensiv mit dem Thema Gendermedizin beschäftigt. Gerade im Bereich psychischer Gesundheit sind die Geschlechtsunterschiede bei COVID auffallend.
Männer werden vergleichsweise häufiger auf die Intensivstation aufgenommen und sterben häufiger, vor allem jüngere Männer.
Seit dem Lockdown erkranken junge Frauen häufiger bedingt durch ihr neues Rollenverständnis: prekäre Beschäftigung, mehr Teilzeitarbeit, mehr Kontakte, weniger Homeoffice, Pflege.
Wir müssen wieder in Familien die Rollenbilder von Frauen und Älteren ins Auge fassen, denn auch die Älteren werden diskriminiert. Ich werde die Gespräche dazu kontinuierlich fortführen.
Ich habe mich in dieser Zeit vor unserer Apotheke auf die Bank gesetzt und dies mit Familienmitgliedern diskutiert, und sie waren alle froh über diese Gespräche.
Auch habe ich in unserem Seniorenheim die Älteren von der Straße aus hoch zu ihren Zimmern gegrüßt, und wir haben auch gesungen.
Die Einsamkeit muss überwunden werden und die Angehörigen müssen unterstützt werden. Die Politik muss dies bei der Förderung der Arbeitsplätze in diesem Bereich beachten, aber bis dies realisiert ist, müssen wir alle unterstützen.
Ich habe auch Eltern zum Bildungsbereich befragt und Videokonferenzen mit Lehrern zu Medienkompetenz arrangiert.