In der Rubrik „Überraschungsgast“ begrüßen wir unterschiedliche Persönlichkeiten aus Wissenschaft, Journalismus, Kultur, Gesellschaft und Politik.

In diesem Monat ist es Oleksandra Matwitschuk, Menschenrechtlerin und Leiterin des ukrainischen Zentrums für bürgerliche Freiheiten. Sie verfügt über Erfahrung mit der Schaffung horizontaler Strukturen für die Beteiligung einer großen Zahl von Personen an Menschenrechtsaktivitäten, insbesondere hinsichtlich der Initiative Euromaidan SOS, und dokumentiert seit vielen Jahren Kriegsverbrechen. Sie hat eine Reihe von Berichten für die Vereinten Nationen, den Europarat, die EU, die OSZE und den Internationalen Strafgerichtshof verfasst. Außerdem hat sie die Kampagne #SaveOlegSentsov für die Freilassung von Oleh Senzow und anderen politischen Gefangenen auf der Krim und im Donbas initiiert. Sie erhielt den von den OSZE-Missionen mehrerer Länder vergebenen „Democracy Defender Award“ für ihren herausragenden Beitrag zur Förderung der Demokratie und der Menschenrechte. 2022 wurde Oleksandra Matwitschuk mit dem „Right Livelihood Award“ ausgezeichnet und von der Financial Times als eine der 25 einflussreichsten Frauen der Welt genannt. Ebenfalls im Jahr 2022 wurde dem Zentrum für bürgerliche Freiheiten, das von Oleksandra Matwitschuk geleitet wird, gemeinsam mit Ales Bjaljazki, einem belarussischen Aktivisten, der für Unabhängigkeit und Demokratie eintritt, sowie der russischen Organisation Memorial der Friedensnobelpreis verliehen.