European Economic
and Social Committee
EWSA hält sichere und erschwingliche Energieversorgung für vordringlich
Die Unabhängigkeit der Energieversorgung ist für die Zukunft Europas entscheidend: Die EU muss ihre Energieversorgung so bald wie möglich sichern, sich von russischem Gas unabhängig machen und die Energiewende drastisch beschleunigen. Das ist die wichtigste Erkenntnis aus der Stellungnahme „REPowerEU: gemeinsames europäisches Vorgehen für erschwinglichere, sichere und nachhaltige Energie“, die von Thomas Kattnig, Alena Mastantuono und Simo Tiainen erarbeitet und auf der Plenartagung im Mai verabschiedet wurde.
Der EWSA unterstützt die Mitteilung der Europäischen Kommission „REPowerEU“, die das Kollegium am Tag der Verabschiedung der Stellungnahme gebilligt hat, da sie den Zielen des Grünen Deals und der Europäischen Energieunion entspricht. Zudem werden in dem Vorschlag neue Maßnahmen zur Steigerung der Erzeugung grüner Energie, zur Diversifizierung der Versorgung und zur Verringerung der Nachfrage nach russischem Gas aufgezeigt, wobei Marktmanipulationen zu einem erheblichen Anstieg der Strommarktpreise geführt haben.
Nach Ansicht des Ausschuss ist besondere Vorsicht geboten, wenn die EU russisches Gas durch andere Ressourcen ersetzen möchte. Dies betrifft nicht nur die Umweltauswirkungen, sondern auch die Möglichkeit neuer Abhängigkeiten von Drittstaaten, die die europäischen Werte nicht teilen.
Die derzeitige geopolitische Lage aufgrund der russischen Invasion in der Ukraine hat den beispiellosen, in den letzten Monaten in der EU zu verzeichnenden Anstieg der Energiepreise noch weiter verschärft. Daher müssen unbedingt Sofortmaßnahmen ergriffen werden, um die Folgen der hohen Preise für die europäischen Haushalte, Landwirte, Unternehmen und die Industrie abzufedern. (mp)