European Economic
and Social Committee
Gemeinsam die Zukunft gestalten
Liebe Leserinnen und Leser,
in dieser Ausgabe möchte ich Ihnen erläutern, wie sich der Ausschuss entschlossen dafür einsetzt, den Wandel voranzutreiben und die Zivilgesellschaft für die Gestaltung der Zukunft Europas zu mobilisieren.
Als Vizepräsident für Kommunikation habe ich aus erster Hand erlebt, welche transformative Kraft unsere Institution besitzt. Diese Kraft wurzelt in ihrer Fähigkeit, nicht nur zentrale Fragen aufzuwerfen, sondern auch Impulse für gemeinsames Handeln zu geben.
Dieses Jahr hat der EWSA seine Kraft für die Auseinandersetzung mit zwei dringlichen Themen genutzt: dem Schutz von Wasserressourcen und der anstehenden Europawahl.
Wasser ist eine Grundvoraussetzung für das Leben auf unserem Planeten und steht im Jahr 2023 ganz oben auf der Agenda des Ausschusses. Der EWSA setzt sich als erste europäische Institution dafür ein, dem Thema Wasser mit einer umfassenden EU-Wasserstrategie Vorrang einzuräumen. Dabei liegt der Schwerpunkt darauf, sauberes Wasser zu schützen, Wasser zum Nutzen aller angemessen wertzuschätzen, mögliche Konflikte im Zusammenhang mit Wasser zu bewältigen und eine nachhaltige Wasserbewirtschaftung zu fördern.
Unsere Initiative zum europäischen Blauen Deal wird auch vom Europäischen Parlament und wichtigen Interessenträgern aus diesem Bereich unterstützt. Im September hob Präsidentin Ursula von der Leyen in ihrer Absichtserklärung zur Lage der Union einen „resilienten Wassersektor“ als zentrale Priorität für 2024 hervor und kündigte eine neue Wasserinitiative im Rahmen des europäischen Grünen Deals an. Dies zeigt, dass die Bedeutung von Wasser zunehmend anerkannt wird und ein entschlossenes Handeln geboten ist, um die Herausforderungen im Hinblick auf die Wasserressourcen zu bewältigen.
In Zusammenarbeit mit Interessenträgern und der Zivilgesellschaft treten wir dafür ein, dass Wasser für die kommenden Generationen weiterhin ausreichend vorhanden und zugänglich ist. Unsere Partnerschaft mit Ewa Ewart, die den beeindruckenden Film „Until the last drop“ gedreht hat, entspringt unserer Überzeugung, dass der Einsatz für den Schutz von Wasser nicht an den Grenzen haltmacht und ein gemeinsames Handeln erfordert, an dem Wasserorganisationen, Künstler und Künstlerinnen sowie Einzelpersonen gleichermaßen beteiligt werden.
Mit Blick auf die Zukunft haben wir die Europawahl im Jahr 2024 ins Visier genommen. Diese Wahlen sind mehr als eine Übung in Demokratie; sie sind eine Chance für die Zivilgesellschaft, Einfluss auf die Politik zu nehmen und die Zukunft unseres Kontinents zu gestalten. Zu diesem Zweck arbeitet die Direktion Kommunikation des EWSA bereits eng mit den anderen europäischen Institutionen und insbesondere mit der Generaldirektion Kommunikation des Europäischen Parlaments zusammen, mit der wir regelmäßig in Kontakt stehen und kooperieren.
In diesem Zusammenhang bereiten wir derzeit das Seminar „Connecting EU“ mit dem Titel European Elections 2024: why vote? am 23./24. November in Bratislava vor, bei dem wir Strategien für die Mobilisierung von Organisationen der Zivilgesellschaft prüfen werden, damit deren Mitglieder zahlreich an der Europawahl teilnehmen. Wir betrachten die Mobilisierung als gemeinsame staatsbürgerliche Verantwortung und treten für ein aktives Mitwirken bei diesem Prozess ein, um einen positiven Wandel voranzutreiben und dafür zu sorgen, dass die Stimmen der Zivilgesellschaft gehört und geschätzt werden.
Mit dem Ziel vor Augen, die europäischen Bürgerinnen und Bürger für die Europawahl im Juni zu mobilisieren, wird das Seminar ein ausgezeichnetes Forum bieten, mit zivilgesellschaftlichen Akteuren zusammenzuarbeiten und sie aufzufordern, ihre Netze, Kontakte und Interessengruppen für diesen Zweck im Sinne einer Kultur des Dialogs zu aktivieren.
Ich lade Sie ein, sich uns anzuschließen und gemeinsam etwas zu bewirken. Zusammen können wir eine nachhaltigere und gerechtere Zukunft für alle schaffen.
Laurenţiu Plosceanu,
Vizepräsident für Kommunikation