Die Stimme junger Menschen muss in Europa Gewicht haben

Das neu gewählte Europäische Parlament wird im Juli zu seiner ersten Plenarsitzung zusammentreten. Zwar hat die prodemokratische Mehrheit Bestand, doch ist der Aufstieg rechtsextremer und euroskeptischer Kräfte nach der Europawahl vom Juni besorgniserregend. Bemerkenswert ist auch die wachsende Anziehungskraft rechtsextremer Parteien auf die jüngere Generation, die offensichtlich nicht gegen diesen Trend immun ist. Die demokratischen Kräfte müssen jetzt erst recht ihre Verantwortung wahrnehmen, zusammenarbeiten und sich klar zu einem starken Europa bekennen, in dem die Stimme junger Menschen Gewicht hat.

Die Stimme junger Menschen muss in Europa Gewicht haben

Das neu gewählte Europäische Parlament wird im Juli zu seiner ersten Plenarsitzung zusammentreten. Zwar hat die prodemokratische Mehrheit Bestand, doch ist der Aufstieg rechtsextremer und euroskeptischer Kräfte nach der Europawahl vom Juni besorgniserregend. Bemerkenswert ist auch die wachsende Anziehungskraft rechtsextremer Parteien auf die jüngere Generation, die offensichtlich nicht gegen diesen Trend immun ist. Die demokratischen Kräfte müssen jetzt erst recht ihre Verantwortung wahrnehmen, zusammenarbeiten und sich klar zu einem starken Europa bekennen, in dem die Stimme junger Menschen Gewicht hat.

Wenn wir ein widerstandsfähiges, nachhaltiges und zukunftsgewandtes Europa wollen, müssen wir junge Menschen stärker in die Politikgestaltung der EU einbeziehen. Wir müssen unsere Anstrengungen verdoppeln, um der Jugend mehr Mitsprache bei den auf EU-Ebene übernommenen Verpflichtungen zu geben. Die Stimme junger Leute darf nicht nur am Wahltag zählen! Der EWSA spricht sich dafür aus, jungen Menschen systematisch und regelmäßig Gelegenheit zu geben, ihre Standpunkte vorzubringen. 

Den EWSA für junge Menschen – auch aus den Bewerberländern – zu öffnen, ist eine der Prioritäten meiner Amtszeit. Seit Mai 2024 unterzieht der EWSA als erste EU-Institution seine politischen Empfehlungen einem Jugendtest, mit dem Vorschläge daraufhin abgeklopft werden, ob sie für junge Menschen von Nutzen sind. Durch die Anwendung des Jugendtests in unseren Stellungnahmen achten wir darauf, dass die Sichtweise junger Menschen ihren Niederschlag in den Maßnahmen findet, dass die Folgen für junge Menschen bedacht werden und dass wir mögliche nachteilige Wirkungen, die die Politik auf sie haben könnte, abfangen. 

Vor der Einführung des Jugendtests haben wir seine Praxistauglichkeit in einem Pilotprojekt erprobt. Wir haben junge Leute aus der gesamten EU und anderen Ländern eingeladen, an unseren Sitzungen teilzunehmen und an den Stellungnahmen mitzuarbeiten. Es war wunderbar zu sehen, mit wieviel Eifer, Engagement und Sachkenntnis sie zu Werke gingen und welch brillante Ideen sie hervorbrachten. Wir haben jetzt zu Bewerbungen für die Teilnahme am offiziellen EWSA-Jugendtest aufgerufen. Die Frist endete am 30. Juni. Ich möchte allen Jugendvertreterinnen und -vertretern, die am Pilotprojekt teilgenommen haben, und den Mitgliedern der Ad-hoc-Gruppe „Jugend“ des EWSA für ihren Einsatz bei der praktischen Einführung des Jugendtests danken. 

Die EU braucht junge Menschen. Deshalb sollten die EU-Institutionen unserem Beispiel folgen, um ein Europa zu schaffen, in dem die Jugend mitredet. Während sich das Europäische Parlament im kommenden Monat neu konstituiert und die Europäische Kommission sich auf ihre nächste Amtszeit im Herbst vorbereitet, wird der EWSA weiter darauf dringen, dass wir mehr in junge Menschen investieren: Es ist Zeit für den nächsten Schritt! 

Zu Beginn des Sommers möchte ich bei dieser Gelegenheit allen Kolleginnen und Kollegen herzlich danken, die es möglich gemacht haben, dass unser Ausschuss einen weiteren wichtigen Meilenstein erreicht hat.

Oliver Röpke 

Präsident des EWSA

In dieser Ausgabe: 

  • Schluss mit der Ausbeutung von Praktikantinnen und Praktikanten (von Nicoletta Merlo) 
  • Die Jugend in der EU im Fokus: Die wegweisende Jugendtest-Initiative des EWSA gewinnt an Dynamik 
  • Wie der Rassemblement National in Frankreich aus den Stimmen der Jugend Kapital schlägt (von Christophe Préault, Touteleurope.eu)
  • Wie kann man die Generation TikTok erreichen? (von Rieke Smit, Social News Daily/ #UseTheNews)
     

In dieser Ausgabe: 

  • Schluss mit der Ausbeutung von Praktikantinnen und Praktikanten (von Nicoletta Merlo) 
  • Die Jugend in der EU im Fokus: Die wegweisende Jugendtest-Initiative des EWSA gewinnt an Dynamik 
  • Wie der Rassemblement National in Frankreich aus den Stimmen der Jugend Kapital schlägt (von Christophe Préault, Touteleurope.eu)
  • Wie kann man die Generation TikTok erreichen? (von Rieke Smit, Social News Daily/ #UseTheNews) 
     

von Nicoletta Merlo 

Praktika bieten jungen Menschen die Möglichkeit, die Arbeitswelt kennenzulernen, sich beruflich zu orientieren und Erfahrung zu sammeln. Sie sind in ganz Europa nicht zuletzt auch dank des Programms „Europäische Jugendgarantie“ sehr populär geworden. Die Empfehlung des Rates zu einem Qualitätsrahmen für Praktika aus dem Jahr 2014 umfasst wichtige Leitlinien für die Mitgliedstaaten, wie sie dieses Instrument umsetzen können.

von Nicoletta Merlo 

Praktika bieten jungen Menschen die Möglichkeit, die Arbeitswelt kennenzulernen, sich beruflich zu orientieren und Erfahrung zu sammeln. Sie sind in ganz Europa nicht zuletzt auch dank des Programms „Europäische Jugendgarantie“ sehr populär geworden. Die Empfehlung des Rates zu einem Qualitätsrahmen für Praktika aus dem Jahr 2014 umfasst wichtige Leitlinien für die Mitgliedstaaten, wie sie dieses Instrument umsetzen können. 

Leider kam es im Laufe der Zeit zu Missbräuchen und Verzerrungen bei der Durchführung von Praktika: Immer öfter werden junge Praktikantinnen und Praktikanten ausgebeutet und ersetzen als billige Arbeitskräfte ohne Zugang zu angemessenen Garantien und sozialem Schutzersetzen die bisherigen Beschäftigten. 

Deshalb unterstützt der EWSA das Ziel der Europäischen Kommission, den Qualitätsrahmen für Praktika in ganz Europa zu verbessern, insbesondere was die Stärkung der Lern- und Ausbildungsinhalte und die Bekämpfung des Missbrauchs von Praktika angeht. 

In den beiden Kommissionsvorschlägen – eine aktualisierte Empfehlung des Rates und eine Richtlinie – werden jedoch nicht alle Fragen behandelt, und es gibt eine Reihe problematischer Aspekte: 

  • Sie beziehen sich unterschiedslos auf alle Formen von Praktika, so dass den Unterschieden zwischen den verschiedenen Arten von Praktika und ihrem Zweck sowie ihren unterschiedlichen Ausprägungen in den Mitgliedstaaten nicht angemessen Rechnung getragen wird; 
  • weder sind die notwendigen Maßnahmen zur Verhinderung des Missbrauchs von Praktika im Vorfeld noch verbindliche Vorschriften zur Anhebung der Qualitätsstandards vorgesehen; 
  • zudem ist der Anwendungsbereich des Richtlinienvorschlags lediglich auf diejenigen Praktikantinnen und Praktikanten beschränkt, die als Beschäftigte gelten bzw. in einem Arbeitsverhältnis stehen. Dies ist in weniger als der Hälfte der Mitgliedstaaten der Fall, so dass der Kreis der Nutznießer begrenzt ist und die gewünschten Ergebnisse womöglich nicht erreicht werden. 

Ich bin der Meinung, dass zur Verbesserung der Qualität von Praktika zunächst Mindestqualitätskriterien für jede Art von Praktika festgelegt werden sollten, um den Rückgriff der Arbeitgeber auf Praktika im Vorfeld zu begrenzen. Diese Kriterien sollten grundlegende Garantien mit einem deutlichen Schwerpunkt auf Schulungen sowie der Bekämpfung jeglicher Missbrauchsfälle anhand geeigneter Maßnahmen umfassen und hierfür auch gründlichere Kontrollen vorsehen. 

Darüber hinaus müssen alle jungen Menschen einen gleichberechtigten Zugang zur Praktikumserfahrung haben und unbezahlte Praktika deshalb abgeschafft werden. Auch wenn nicht generell von einem Lohn gesprochen werden kann, da Praktikantinnen und Praktikanten nicht als Beschäftigte und Praktika zumeist nicht als Beschäftigungsverhältnis angesehen werden, bedarf es dennoch einer obligatorischen Vergütung, die sich nicht nur an den jeweiligen Aufgaben und Verantwortlichkeiten orientiert, sondern auch allen damit verbundenen Kosten für die Praktikantinnen und Praktikanten Rechnung trägt. 

Schließlich sollte – wenn es um die Umsetzung der Vorschriften auf nationaler Ebene sowie die Überwachung und Kontrolle der Nutzung dieses Instruments geht – die Rolle der Sozialpartner stärker berücksichtigt werden.

von Rieke Smit, Redakteurin bei Social News Daily/ #UseTheNews

Unser heutiger Gast ist die junge Journalistin Rieke Smit von #UseTheNews, eine Initiative der deutschen Nachrichtenagentur DPA rund um den Nachrichtenkonsum und die Förderung der Medienkompetenz der Genration Z. Angesichts von Statistiken, nach denen weniger als ein Drittel der 18- bis 24-Jährigen sich für Nachrichten interessiert und 23 % von ihnen sich ausschließlich über TikTok informieren, geht es Rieke um die Frage, wie die Generation Z nicht nur auf TikTok, sondern auch über andere Social-Media-Plattformen erreicht werden kann – und wie ihr Interesse für wichtige Nachrichten geweckt werden kann, die unmittelbare Auswirkungen auf ihr Leben haben.

von Rieke Smit, Redakteurin bei Social News Daily/ #UseTheNews

Unser heutiger Gast ist die junge Journalistin Rieke Smit von #UseTheNews, eine Initiative der deutschen Nachrichtenagentur DPA rund um den Nachrichtenkonsum und die Förderung der Medienkompetenz der Genration Z. Angesichts von Statistiken, nach denen weniger als ein Drittel der 18- bis 24-Jährigen sich für Nachrichten interessiert und 23 % von ihnen sich ausschließlich über TikTok informieren, geht es Rieke um die Frage, wie die Generation Z nicht nur auf TikTok, sondern auch über andere Social-Media-Plattformen erreicht werden kann – und wie ihr Interesse für wichtige Nachrichten geweckt werden kann, die unmittelbare Auswirkungen auf ihr Leben haben.

Wir verlieren eine ganze Generation – so scheint es zumindest. Wir erreichen die Gen Z nicht mehr mit Nachrichten. Weniger als ein Drittel der 18- bis 24-Jährigen sind an Nachrichten interessiert. Bei den unter 18-Jährigen sieht es noch schlechter aus. 

Dies ist im Allgemeinen kein neues Phänomen. Mittlerweile ist Nachrichtenmüdigkeit und -vermeidung in aller Munde. Hinzu kommt die zunehmende Bedeutung von Influencern und Plattformen mit ihren Videoclips für ein junges Publikum, worauf auch im aktuellen Digital News Report des Reuters Institute for the Study of Journalism hingewiesen wird. 

Der Nachrichtenkonsum junger Menschen geht stetig zurück, weil es ihnen schwer fällt, vertrauenswürdige Nachrichten auf Plattformen wie TikTok zu finden, aber auch, weil sie zu den Nachrichten keinen Bezug haben. So drückte es – symptomatisch für diesen alarmierenden Trend – ein 16-jähriges Mädchen in einer unserer #UseTheNews-Studien aus. Damit drängt sich die Frage auf: Wie können wir die Generation TikTok erreichen? 

Zunächst einmal müssen wir mit Nachrichten, Beiträgen und Hintergrundinformationen auf den Plattformen sein, auf denen sie ohnehin schon sind. Als Nächstes müssen wir jungen Menschen zeigen, warum es für sie so wichtig ist, auf dem Laufenden zu bleiben. Hierdurch bauen wir gleichzeitig – quasi als „Nebenwirkung“ – ihre Medienkompetenz aus. 

Dies ist auch das Ziel von #UseTheNews und des Social News Daily-Redaktionsteams, das dieses Jahr zum „Jahr der Nachricht“ ausrief, um die Gesellschaft und Demokratie durch eine bessere Nachrichtenkompetenz – insbesondere bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen – zu stärken. 

Hierfür bringt Social News Daily (SND) seine Nachrichten auf TikTok, Instagram und YouTube. Nachrichten auf Social Media? Wie kann das gehen? Das geht mit genau den Methoden, mit denen andere schon lange erfolgreich sind: Man kann sich schminken, kochen oder spazierengehen, und währenddessen über ernste Themen sprechen. Und genau das tun wir beim SND – und zwar mit Nachrichten. 

Wir versuchen, uns so gut wie möglich an die Zuschauergewohnheiten anzupassen. Wir verpacken komplexe Themen in 40-Sekunden-Videos und sagen auch, warum diese für 16-Jährige relevant sind. 

Darüber hinaus setzen wir „Clickbait“-Techniken ein, jedoch ohne journalistische Standards außer Acht zu lassen. Warum? Auf TikTok haben Sie nur zwei Sekunden, um Aufmerksamkeit zu erregen. Wenn Ihr Video in diesem kleinen Zeitraum kein Interesse weckt, sieht es sich niemand weiter an. Daher beginnen wir direkt mit einer provokativen Frage oder einem speziellen Teaser, um so zunächst Aufmerksamkeit zu erregen und dann am Ende des Videos Antworten zu geben. Die jungen Menschen schauen sich so das ganze Video und damit auch den journalistischen Inhalt an. Und das ist alles?

Reicht es aus, als Medienportal auf Social Media zu sein? Die kurze Antwort lautet nein. Es muss mehr Berührungspunkte zwischen jungen Menschen und Journalistinnen und Journalisten geben, damit das Vertrauen in die Medien gestärkt und Journalismus transparent wird. Beispielsweise sollen Lehrkräfte ermutigt werden, Medienkompetenz in der Schule zu fördern oder den Kontakt zwischen Klassenzimmer und Redaktion zu intensivieren, wie wir es mit unseren Modellprojekten und Newscamps von #UseTheNews tun. 

Wir müssen dort sein, wo die jungen Menschen sind: in Schulen, auf Festivals und Social Media, um mit ihnen über Falschmeldungen, die Medien und ihre Bedeutung reden zu können. Nur so kann die Gen Z wieder mit Nachrichten erreicht werden. 

Social News Daily auf TikTok: https://www.tiktok.com/@social.news.daily 

#UsetheNews auf Instagram: https://www.instagram.com/usethenews2024/?hl=de 

Als Redakteurin vom Dienst ist Rieke für den Redaktionsalltag von Social News Daily (SND) zuständig. Sie ist seit 2021 in verschiedenen Rollen für #UseTheNews tätig und nun für die Planung, Koordinierung sowie die Abnahmen von Beiträgen bei SND verantwortlich. Nach ihrem Bachelor und Master mit Schwerpunkt Journalismus und humanitäre Hilfe hat sie ein Volontariat in der FUNKE Zentralredaktion absolviert.

#UseTheNews, eine Initiative der deutschen Nachrichtenagentur DPA, erforscht die Nachrichtenkompetenz junger Menschen. Mithilfe des Leibniz-Instituts für Medienforschung werden im News Literacy Lab und im Rahmen des Social News Desks innovative Nachrichtenformate entwickelt. Parallel dazu stellt #UseTheNews Workshops und Materialien für Lehrkräfte zur Verfügung. Das Projekt wird von einer ganzen Reihe von Partnern aus den Bereichen Medien, Bildung und Forschung unterstützt. Das Kuratorium besteht aus bekannten Persönlichkeiten aus Medienwelt und Politik.

Bekämpfung des sexuellen Missbrauchs von Kindern

Document Type
AS

Pflegende Angehörige

Document Type
AS

20 Jahre nach dem EU-Beitritt Sloweniens lud der Europäische Wirtschafts- und Sozialausschuss (EWSA) führende Persönlichkeiten aus Politik und Zivilgesellschaft aus Anlass dieses symbolträchtigen Jubiläums nach Ljubljana ein. Die fundamentalen Vorteile der EU-Mitgliedschaft wurden hervorgehoben, und es wurde bestätigt, dass die Zukunft des Westbalkan in der EU liegt.

20 Jahre nach dem EU-Beitritt Sloweniens lud der Europäische Wirtschafts- und Sozialausschuss (EWSA) führende Persönlichkeiten aus Politik und Zivilgesellschaft aus Anlass dieses symbolträchtigen Jubiläums nach Ljubljana ein. Die fundamentalen Vorteile der EU-Mitgliedschaft wurden hervorgehoben, und es wurde bestätigt, dass die Zukunft des Westbalkan in der EU liegt. 

Auf der Konferenz „Die Erfolgsgeschichte der EU-Erweiterung geht weiter – Vorteile für die Staaten des Westbalkans im Vorfeld des Beitritts“, die vom EWSA in enger Zusammenarbeit mit der Europäischen Kommission und der Open Society Foundation (Westbalkan) veranstaltet wurde, kamen die notwendigen Reformen zur Sprache, die für Fortschritte auf dem Weg zum Beitritt erforderlich sind – ausdrücklich eingeschlossen davon ist der Schutz der Grundwerte der EU. 

An der Konferenz nahmen Präsident Oliver Röpke, die slowenische Außenministerin Tanja Fajon, der slowenische Arbeitsminister Luka Mesec und die Generalsekretärin des Regionalen Kooperationsrates, Majlinda Bregu, teil. 

Für EWSA-Präsident Oliver Röpke ist klar: „Der Platz des Westbalkans ist in der EU, und unsere Familie ist ohne diese Länder nicht vollständig. Sie können sich darauf verlassen, dass der EWSA weiter daran arbeiten wird, und deshalb wird er auch im September das Gipfeltreffen der Zivilgesellschaft zur Erweiterung abhalten.“ 

Die slowenische Außenministerin Tanja Fajon erklärte: „Ich glaube, dass wir in der heutigen geopolitischen Lage mehr denn je aufeinander angewiesen sind. In diesem Prozess brauchen wir die Zivilgesellschaft. Sie muss die Politik und die Regierung dazu anhalten, sich auf die EU zuzubewegen.“ 

Luka Mesec, slowenischer Minister für Arbeit, Familie, Soziales und Chancengleichheit, erklärte: „Slowenien und die Länder des Westbalkans haben eine lange gemeinsame Geschichte. Unser gemeinsames Haus ist die Europäische Union, daher werde ich mich in der slowenischen Regierung dafür einsetzen, den Beitritt der Länder des westlichen Balkans zur Europäischen Union zu erleichtern.“ (mt)

Nahezu die Hälfte der Praktikantinnen und Praktikanten in der EU sind unentgeltlich beschäftigt und viele werden gar in „Scheinpraktika“ als billige Arbeitskräfte eingesetzt, ohne Zugang zu sozialem Schutz oder anderen Rechten. Der jüngste Vorschlag der Europäischen Kommission zur Verbesserung der Qualität von Praktika in der EU wurde zwar als Schritt in die richtige Richtung begrüßt, jedoch als nicht weitreichend genug kritisiert. Wir haben die Berichterstatterin für die Stellungnahme „Praktikumsrichtlinie/verstärkter Qualitätsrahmen für Praktika“, Nicoletta Merlo, gebeten, den Standpunkt des EWSA zu dem Kommissionsvorschlag sowie seine Empfehlungen zur Verbesserung der Qualität von Praktika und zur Gewährleistung ihrer Zugänglichkeit für alle – und nicht nur für junge Menschen, die es sich leisten können – zu erläutern.

Nahezu die Hälfte der Praktikantinnen und Praktikanten in der EU sind unentgeltlich beschäftigt und viele werden gar in „Scheinpraktika“ als billige Arbeitskräfte eingesetzt, ohne Zugang zu sozialem Schutz oder anderen Rechten. Der jüngste Vorschlag der Europäischen Kommission zur Verbesserung der Qualität von Praktika in der EU wurde zwar als Schritt in die richtige Richtung begrüßt, jedoch als nicht weitreichend genug kritisiert. Wir haben die Berichterstatterin für die Stellungnahme „Praktikumsrichtlinie/verstärkter Qualitätsrahmen für Praktika“, Nicoletta Merlo, gebeten, den Standpunkt des EWSA zu dem Kommissionsvorschlag sowie seine Empfehlungen zur Verbesserung der Qualität von Praktika und zur Gewährleistung ihrer Zugänglichkeit für alle – und nicht nur für junge Menschen, die es sich leisten können – zu erläutern.

Den jungen Menschen in Albanien wird bei der Heranführung ihres Landes an die EU eine immens wichtige Rolle zukommen. Ihre Offenheit für den Wandel und ihre Begeisterung für die EU wird jedoch häufig nicht so unterstützt, dass sie sich in substanzieller Weise an Programmen, Projekten und Entscheidungsprozessen beteiligen können. Es bedarf einer umfassenden Koordinierung der Interessenträger, die sich auf junge Menschen konzentriert, schreibt unser Überraschungsgast Dafina Peci, Exekutivdirektorin des Nationalen Jugendkongresses Albaniens. 

Den jungen Menschen in Albanien wird bei der Heranführung ihres Landes an die EU eine immens wichtige Rolle zukommen. Ihre Offenheit für den Wandel und ihre Begeisterung für die EU wird jedoch häufig nicht so unterstützt, dass sie sich in substanzieller Weise an Programmen, Projekten und Entscheidungsprozessen beteiligen können. Es bedarf einer umfassenden Koordinierung der Interessenträger, die sich auf junge Menschen konzentriert, schreibt unser Überraschungsgast Dafina Peci, Exekutivdirektorin des Nationalen Jugendkongresses Albaniens. 

Dafina Peci wurde 2016 Exekutivdirektorin des Nationalen Jugendkongresses Albaniens, dessen Präsidentin sie zuvor für zwei Jahre war. Seit 2017 unterrichtet Frau Peci an der politikwissenschaftlichen Fakultät der Universität Tirana. Sie war Mitglied der Arbeitsgruppe zur Einrichtung des Regionalbüros für Jugendzusammenarbeit (RYCO) und vertrat Albanien anschließend im RYCO-Lenkungsausschuss sowie als Jugendvertreterin in dessen Verwaltungsrat. Sie hat einen Bachelor-Abschluss in Politikwissenschaften und internationalen Beziehungen und einen Master-Abschluss in Regionalpolitik und Sicherheitspolitik. Im Rahmen ihrer postgradualen Studien spezialisierte sie sich auf Sicherheit nach Konflikten und den Aufbau von Friedens- und Vermittlungseinrichtungen.