Gruppe Arbeitnehmer des EWSA debattiert in Rumänien über Beschäftigung, Konvergenz und soziale Rechte

von der Gruppe Arbeitnehmer

Die Gruppe Arbeitnehmer kam am 25. Juni zu einer außerordentlichen Sitzung in Bukarest (Rumänien) zusammen, die dem Thema „Arbeitnehmerrechte und soziale Konvergenz: ein Europa der gemeinsamen Werte“ gewidmet war. Oliver Röpke, der Vorsitzende der Gruppe Arbeitnehmer, beglückwünschte den rumänischen Ratsvorsitz zu mehreren Erfolgen, die entscheidend zur Verbesserung der Lebensbedingungen von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern beitragen: die Einrichtung der Europäischen Arbeitsbehörde, die Richtlinie zur Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben und die Richtlinie über transparente und verlässliche Arbeitsbedingungen.

In der Debatte ging es vor allem um die wichtigsten Herausforderungen im Zusammenhang mit der Mobilität der Arbeitskräfte, der Beschäftigung und der Konvergenz der sozialen Rechte in der Europäischen Union. Marius-Constantin Budăi, der rumänische Minister für Arbeit und soziale Gerechtigkeit, unterstrich, dass wirtschaftliche Konvergenz notwendig ist und insbesondere das Ost-West-Lohngefälle abgebaut werden muss.

Mehrere Redner nahmen auf die europäische Säule sozialer Rechte Bezug, die – wenn sie angemessen umgesetzt wird – Aufwärtskonvergenz erzeugen kann. Die Spitzenvertreter der fünf rumänischen Gewerkschaftsverbände machten auf die Probleme Rumäniens im Beschäftigungs- und sozialen Bereich aufmerksam: insbesondere hohe Armutsquoten, niedrige Löhne, Probleme bei Tarifverhandlungen und beim sozialen Dialog sowie massive Abwanderung.

Zur Mobilität der Arbeitskräfte wurde gesagt, dass sie zwar zum Wirtschaftswachstum beitragen und den Fachkräftemangel in der EU lindern könne, die Abwanderung allzu vieler qualifizierter Arbeitskräfte jedoch den Heimatländern schaden könne, was in Rumänien der Fall sei: Drei Millionen Rumäninnen und Rumänen haben ihr Land auf der Suche nach besseren Lebensbedingungen verlassen. (mg)

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