Aktuelle Studie: Senkung der Körperschaftsteuern fördert Investitionen

von der Gruppe Arbeitgeber im EWSA

Körperschaftssteuern sind die für das Wirtschaftswachstum schädlichste Form der Besteuerung. Entgegen der öffentlichen Wahrnehmung sind die Körperschaftsteuereinnahmen in den vergangenen 40 Jahren im Verhältnis zum BIP nicht gesunken. Länder, die ihre effektiven Körperschaftsteuersätze in den letzten Jahren reduziert haben, konnten in den Folgejahren Investitionszuwächse verzeichnen. Dies sind nur einige der Erkenntnisse aus einer Studie, die der Europäische Wirtschafts- und Sozialausschuss vor Kurzem auf Wunsch der Gruppe Arbeitgeber in Auftrag gegeben hat.

Ein hoher Körperschaftsteuersatz kann die Geschäftstätigkeit beeinträchtigen, indem bestimmte Investitionsvorhaben unrentabel werden, wodurch dann die Steuerbemessungsgrundlage und damit die Steuereinnahmen sinken. Im Durchschnitt führt eine Erhöhung des Steuersatzes für ausländische Direktinvestitionen (ADI) um einen Prozentpunkt zu einem Rückgang der ADI um 3,7 %.

Die Analyse zeigt auch, dass die Senkung der Körperschaftsteuer nicht zwangsläufig zu erheblichen Defiziten bei den öffentlichen Finanzen führt, sondern tatsächlich annähernd kostenneutral sein kann. Bei sechs Ländern führte eine Senkung der Körperschaftsteuersätze zu einem Anstieg der Einnahmen. Niedrigere Körperschaftssteuern bedeuten mehr Wachstum: Die Senkung des Steuersatzes um 10 Prozentpunkte kann das jährliche Wachstum um 1-2 Prozentpunkte erhöhen.

"Die Studie soll als nützliches und zuverlässiges Instrument für die Diskussion über die Besteuerung dienen. Dies ist in der derzeitigen Situation in der Europäischen Union besonders wichtig, denn die öffentliche Wahrnehmung der Besteuerung von Unternehmen (insbesondere der großen multinationalen Konzerne) wird durch Populisten verzerrt und ausgeschlachtet“, so Krister Andersson, stellvertretender Vorsitzender der Gruppe Arbeitgeber. Die Studie liefert Daten und konkrete Beispiele um diese Darstellung zu entkräften.

Während die Steuersätze in den vergangenen 40 Jahren erheblich gesunken sind, entsprechen die Einnahmen aus der Körperschaftsteuer im Verhältnis zum BIP nach wie vor in etwa dem Niveau der 1980er Jahre. Die Körperschaftsteuereinnahmen belaufen sich zumeist auf 2-3 % des BIP, während die Einnahmen aus Lohn-, Mehrwert- und Einkommensteuer zusammen mehr als 30 % betragen.

Die Studie kann auf dem EWSA-Portal über folgenden Link heruntergeladen werden: https://europa.eu/!NB43bP (lj)