Die Stimme der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im neuen Europäischen Parlament

von der Gruppe Arbeitnehmer im EWSA

Die Stimme der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer muss nicht nur im Europäischen Parlament, sondern auch in der Kommission klar und deutlich zu hören sein! Oliver Röpke, Vorsitzender der Gruppe Arbeitnehmer. Aus diesem Grund veranstaltete die Gruppe Arbeitnehmer des EWSA am 22. Mai 2019 eine Nebenveranstaltung auf dem EGB -Kongress, um zu erörtern, wie den Arbeitnehmerrechten im neuen Europäischen Parlament in den nächsten fünf Jahren eine zentrale Stellung auf der politischen Agenda gesichert werden kann.

Die Teilnehmer erörterten die Herausforderungen, vor denen die Gewerkschaften stehen, und die Frage, wie sie mit dem prognostizierten Zulauf rechtspopulistischer Parteien umgehen sollen. Wir müssen das Vertrauen der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zurückgewinnen. Nationalisten und Populisten werden immer versuchen, die Verzweiflung der Menschen für ihre Zwecke zu nutzen , so Gabriele Bischoff.

Die Podiumsteilnehmer – EGB-Generalsekretär Luca Visentini, die österreichische EP-Abgeordnete Evelyn Regner und die beiden Kandidaten für die Europawahl Gaby Bischoff und Nicolas Schmit – waren sich einig, dass das Vertrauen der Wählerinnen und Wähler zurückgewonnen werden und die Politik eine Alternative zur Rhetorik antieuropäischer Populisten bieten muss. Wähler werden nicht über Nacht zu Rassisten; die Menschen sind enttäuscht und verzweifelt. Nationalisten haben einfache Antworten zu bieten, die auf dem Nährboden der harten Lebensumstände der Menschen gedeihen, so Luca Visentini.

Die EU muss ein soziales Projekt sein, das die Arbeits- und Lebensbedingungen aller Bürgerinnen und Bürger verbessert und Ungleichheit beseitigt. Dies erfordert eine gerechte und progressive Besteuerung, die Umsetzung der europäischen Säule sozialer Rechte, gemeinsame soziale Mindeststandards und die ordnungsgemäße Durchsetzung des Arbeitsrechts. (mg)