„Wir sind alle Migranten“

Am 2. April besuchten EWSA-Präsident Luca Jahier und die EWSA-Mitglieder Isabel Caño, Stefano Mallia und Cristian Pirvulescu das Red Star Line Museum in Antwerpen – ein symbolträchtiger Ort der europäischen Migration. Zwei Millionen Menschen schifften sich von Antwerpen, dem wichtigsten europäischen Hafen der Red Star Line, nach Nordamerika ein.

Das Museum erzählt ihre Geschichte. Für Präsident Luca Jahier ist Migration nach wie vor ein aktuelles Thema in Europa. Es ist kein neues Thema, über das es erst in den letzten Jahren zu Streit kam, sondern es hat immer schon zur Geschichte Europas gehört. Der Zusammenhang liegt auf der Hand. Für Millionen von Migranten war Sicherheit der Hauptgrund zum Verlassen ihrer Heimat – denn Menschen, die verfolgt wurden, träumten von einem Leben in Freiheit. Der zweite Beweggrund war wirtschaftlicher Art – sie hofften auf bessere Lebensumstände. Und der dritte Grund war Liebe – der Traum von einem glücklichen Leben mit dem Partner, den man gefunden hat. Bei ihrem Besuch traf die EWSA-Delegation mit einer Gruppe von Migranten aus Syrien, Armenien, dem Iran und dem Kongo zusammen, die von der Sankt-Aegidius-Gemeinde Belgiens betreut wurde. Sie sprachen über ihr Schicksal und über die Lage neu angekommener Migranten und Flüchtlinge in Belgien, aber auch über ihre Hoffnung auf ein besseres Leben.