Europäisches Migrationsforum: 10 Empfehlungen zur Verbesserung der EU-Migrationspolitik

Am 3./4. April veranstalteten der Europäische Wirtschafts- und Sozialausschuss (EWSA) und die Europäische Kommission das diesjährige Europäische Migrationsforum (EMF) zur Rolle der lokalen Gebietskörperschaften und der Zivilgesellschaft bei der Steuerung der Migration und der Schaffung sicherer und regulärer Migrationswege in die EU.

Die Teilnehmer des 2019 bereits zum fünften Mal abgehaltenen Forums – rund 250 Vertreter von Organisationen der Zivilgesellschaft sowie von lokalen, regionalen und nationalen Behörden, EU-Institutionen und internationalen Organisationen – formulierten auf der Grundlage ihrer Diskussionen insgesamt zehn Empfehlungen.

Eröffnet wurde die Veranstaltung vom EU-Kommissar für Migration Dimitris Avramopoulos und EWSA-Präsident. Beide betonten die Notwendigkeit einer intelligenten und angemessen kontrollierten EU-Politik für legale Migration, die der EU dabei helfen könnte, die Vorteile der Migration zu nutzen, den sozialen Zusammenhalt zu fördern und die Schwächsten unter den Migranten zu schützen.

Die Teilnehmer des EMF wiesen darauf hin, dass Basisorganisationen einen entscheidenden Beitrag zur erfolgreichen Migrationssteuerung leisten können. Zudem müsse den Standpunkten der Migranten bei der Konzipierung von Integrationsmaßnahmen unbedingt Rechnung getragen werden.

Weitere wichtige Empfehlungen des Forums betrafen die Beteiligung der Aufnahmegesellschaften an Inklusionsprojekten für Migranten, besondere Bedürfnisse schutzbedürftiger Gruppen sowie Anreize für die Wiedereingliederung von Migranten in ihre Herkunftsländer etwa nach einem Arbeits- oder Studienaufenthalt in der EU. (ll)