George Dassis fordert ein geeintes, demokratisches und freies Europa

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Die Zukunft der Demokratie in Europa stand im Zentrum einer zweitägigen, von EWSA-Präsident George Dassis am 1./2. März im Auditorium des Akropolis-Museums in Athen veranstalteten europäischen Konferenz. Vor einem Publikum engagierter Teilnehmer aus EU-Institutionen, der griechischen Regierung, zivilgesellschaftlichen Organisationen und Universitäten machte George Dassis deutlich, dass die Zukunft der Demokratie unmittelbar mit einem friedlichen und föderalen Europa verknüpft ist.

Der Populismus, der in den Staaten Europas gefährliche Ausmaße annimmt, kann mit Worten allein nicht bekämpft werden. Die Europäische Union muss auf die Sorgen der Bürger in puncto sicheres Leben, Arbeit für sie selbst und eine Zukunft für ihre Kinder praktische Antworten liefern“, so EWSA-Präsident George Dassis. „Wir wollen eine Union, die gleiche Chancen für alle bieten kann. Um Populismus und die von den am stärksten benachteiligten Menschen in unseren Ländern empfundene Frustration zu bekämpfen, müssen wir jetzt soziale Aspekte in den Vordergrund rücken, ohne natürlich die EU-Wirtschaft Schiffbruch erleiden zu lassen.“

George Dassis forderte einen rechenschaftspflichtigen und aus Wahlen hervorgehenden Europäischen Finanzminister. Bezüglich der kommenden Europawahlen sprach er sich für transnationale Listen aus. Damit kann sichergestellt werden, dass die Stimme der Bürger gehört wird. „Andernfalls“, so betonte er, „werden sich die Wahlen um nationale, nicht um europäische Fragen drehen“.

Die nationale Souveränität wurde bereits aufgegeben und kann nicht mehr zurückerlangt werden, so Dassis. „Selbst größere Mitgliedstaaten sind zu klein, um größere Probleme allein zu lösen. Nur ein geeintes Europa kann auf der Weltbühne Gewicht haben und auf Augenhöhe mit den USA und anderen wichtigen Akteuren sein“.

In Bezug auf ein föderales Europa verwies George Dassis darauf, dass die Zukunft unserer Kinder von einem friedlichen und föderalen Europa abhängt. „Die Bürgerinnen und Bürger müssen in Sicherheit reisen, arbeiten und studieren können. Das in Göteborg abgegebene Versprechen der grundlegenden sozialen Rechte sollte in Praxis und Realität umgesetzt werden“.

Die partizipative Demokratie muss neu definiert werden, so Dassis weiter. „Partizipative Demokratie kann nicht bedeuten, lediglich die Botschaft zu übermitteln. Die Menschen müssen sich beteiligen können und angemessen informiert werden“. Der EWSA und die nationalen Wirtschafts- und Sozialräte vertreten einen Großteil der europäischen Zivilgesellschaft und sind daher wichtige Bestandteile der partizipativen Demokratie.

George Dassis schloss die Konferenz mit folgenden Worten: „Wir sind dazu verpflichtet, zusammenzuarbeiten und an einem Strang zu ziehen. Ein vereintes Europa ist ohne Demokratie im weitesten Sinne des Wortes (auch in den Bereichen Kultur und Wirtschaft) nicht möglich.“

Auf einer Nebenveranstaltung der Konferenz erhielt George Dassis eine Auszeichnung des griechischen Wirtschafts- und Sozialrates (WSR) für sein Engagement und seine Unterstützung für den sozialen Dialog in Europa.

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