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EWSA präsentiert erste Ergebnisse der Studie zum Thema Europa und die Jugend

Junge Europäerinnen und Europäer sind der Ansicht, dass ihnen ihre Zugehörigkeit zur EU unmittelbar zugutekommt, und sie wollen gerne Fremdsprachen erlernen, andere Kulturen erkunden und mit Jugendlichen aus anderen europäischen Ländern befreundet sein. Dies sind lediglich die ersten Ergebnisse einer Studie zum Thema „Junge Menschen in der EU: Wahrnehmung, Wissen und Erwartungen an Europa“‚ die der Europäische Wirtschafts- und Sozialausschuss (EWSA) und seine Gruppe Vielfalt Europa auf einer großen Veranstaltung am 15. Mai 2019 in Brüssel vorgestellt haben.

Diese Studie ist von großer Bedeutung und bestätigt, dass die jungen Menschen in Europa die EU mögen und bereit sind, mehr über die EU zu lernen. Außerdem wollen sie natürlich die vielen Vorteile nutzen, die unsere Union ihnen bietet, so der Vorsitzende der Gruppe Vielfalt Europa des EWSA Arno Metzler.

Die Studie zeigt, dass junge Europäerinnen und Europäer in der Regel der Ansicht sind, dass ihnen ihre Zugehörigkeit zur EU persönlich zugutekommt. Darüber hinaus sind sie sich der Bedeutung des Erlernens von Fremdsprachen und der Erfahrung anderer Kulturen sehr bewusst und offen für Freunde aus anderen europäischen Ländern. Sie wollen mehr über die EU und die Arbeit ihrer Organe erfahren. Dies sehen sie als notwendigen ersten Schritt hin zu mehr Engagement in der und für die EU. Allerdings sind viele von ihnen der Ansicht, dass ihnen die EU nicht genug zuhört bzw. ihre Meinung nicht hören will.

Zur Lösung dieses Problems müssen wir eine neue Unionsbürgerschaft schaffen, um den Kontakt zu den Menschen zu suchen und ihr Leben zu bereichern. Wir sollten neue Lehr- und Lerninstrumente für die EU entwickeln, z. B. durch die Entwicklung einer europäischen Lernplattform oder die Einführung eines speziellen Unterrichtsfachs in den Schulen, um zu erklären, was die EU-Institutionen tagtäglich tun. Wir wollen die europäische Gemeinschaft mobilisieren. Die Organisationen der Zivilgesellschaft und die Bürgerinnen und Bürger sollten den europäischen Gedanken und die Ziele Europas vermitteln, so Herr Metzler. Insbesondere die Menschen in Brüssel sollten ihre Stellung nutzen, um Europa besser zu erklären.

Die Studie wurde von der Gruppe Vielfalt Europa in Auftrag gegeben und stützt sich auf Schreibtischforschung, eine Literaturauswertung und eine Umfrage. In ihr soll untersucht werden, wie 14- bis 18-jährige Schülerinnen und Schüler die EU wahrnehmen, was sie über die EU wissen, welche Erwartungen sie an die EU haben und wie offen sie für die Vielfalt Europas sind. Die Umfrage wurde unter Schülerinnen und Schülern an den Europäischen Schulen in Brüssel sowie an Schulen in Frankreich, Deutschland, Italien, Rumänien und Schweden durchgeführt. Die Empfehlungen der Studie werden der neuen Europäischen Kommission übermittelt.

Wir müssen die jungen Menschen einbeziehen und ihnen zuhören, sowohl auf nationaler als auch auf europäischer Ebene, so Herr Metzler abschließend. Sie sind unsere Zukunft. Wir alle sollten die Chance nutzen und sagen: ‚Ich bin Europäer‘, den anderen zuhören und ihnen erzählen, was wir hier tun, um unsere Union besser zu machen.

Hintergrund

Weitere Informationen zu den Aktivitäten der Gruppe Vielfalt Europa des EWSA finden Sie auf unserer Website.

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