März-Plenartagung - Debatten

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Plenary debate with Commissioner Ansip
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Debate in the Plenary with Commissioner Ansip

Debatte mit Andrus Ansip, EU-Kommissar für den digitalen Binnenmarkt und Vizepräsident der Europäischen Kommission

Andrus Ansip setzte in seiner Intervention den Schwerpunkt auf die Herausforderungen und Vorteile der künstlichen Intelligenz. In den Augen der Arbeitnehmergruppe können diese Vorteile nur dann erreicht werden, wenn die mit menschlichen Faktoren und Arbeitsbedingungen verbundenen Herausforderungen ebenfalls angemessen angegangen werden.

Catelijne Muller, Berichterstatterin einer sehr positiv aufgenommenen Stellungnahme zur KI, forderte einen Ansatz, bei dem die Menschen die Kontrolle über die Technologie behalten, indem sie die richtigen Grenzen ziehen. Da die mit der KI verbundenen Herausforderungen die Gesellschaften weltweit beeinflussen, sollte Europa global die Führung übernehmen, um sicherzustellen, dass KI im Einklang mit den Werten und Grundrechten der EU eingesetzt wird. Pierre Jean Coulon, Vorsitzender der Fachgruppe Verkehr, Energie, Infrastruktur und Informationsgesellschaft des EWSA, betonte, dass der Schutz der Arbeitnehmer und der Bürger für einen fairen Übergang unerlässlich sei, vor allem weil traditionelle Berufe bereits verschwinden würden. Lebenslanges Lernen und Qualifizierungsmassnahmen seien daher von grundlegender Bedeutung, und diese wiederum erforderten massive Investitionen. Franca Salis-Madinier wies darauf hin, dass der EWSA eine Stellungnahme vorbereitet, in der geprüft wird, wie die Auswirkungen der KI auf die Arbeitsbedingungen antizipiert werden können, um Ungleichheiten so weit wie möglich zu vermeiden und einen gerechten Übergang zu gewährleisten. Sie fügte hinzu, dass lebenslanges Lernen in diesem Zusammenhang ein echtes und übertragbares Recht in Europa sein sollte.

Debatte mit Marcos Peña, Präsident des spanischen Wirtschafts- und Sozialrats

Zentrales Thema der Ausführungen von Marcos Peña war die Schlüsselrolle der partizipativen Demokratie bei der Bewältigung der Herausforderungen in der heutigen Welt im Wandel und insbesondere bei den Verhandlungen, die die Zukunft der Arbeit prägen werden. Er würdigte die Rolle die Vertreter der europäischen Zivilgesellschaft im EWSA, im spanischen WSR und in den anderen nationalen WSR als Akteure, die den sozialen und wirtschaftlichen Zusammenhalt des Kontinents durch Dialog und Kompromisse unterstützen, um gemeinsame Lösungen für gemeinsame Probleme zu finden.

Gabriele Bischoff, Vorsitzende der Arbeitnehmergruppe, begrüßte den Präsidenten des spanischen WSR sehr herzlich und würdigte die wichtige Arbeit, die die beiden Ausschüsse gemeinsam geleistet haben. Beide Institutionen seien Symbole der partizipativen Demokratie, aber auch einer reflektierenden Zivilgesellschaft, die sich für die Bürger einsetzt. Die Zivilgesellschaft in Spanien spiele eine Schlüsselrolle als Sprachrohr der Sorgen der Bürger, die auch bei den jüngsten Demonstrationen im Land für menschenwürdige Renten für ein Ende der Gewalt und der Diskriminierung von Frauen deutlich geworden sei. Und in diesen für die Demokratie schwierigen Zeiten sei die Art und Weise, wie die EU ihren Bürgern zuhört und ihre Anliegen anspricht, ein entscheidender Test für Europa.

Gabriele Bischoff unterstrich auch die gemeinsame Aufgabe der beiden Ausschüsse im Kampf für die Gleichheit. 2018 war das Europäische Jahr des kulturellen Erbes und die europäische Kultur der Gleichheit sei ein sehr wichtiger Teil dieses Erbes.