EWSA begrüßt das erste Darlehen für die Sozialwirtschaft im Rahmen des Juncker-Plans

Die Europäische Investitionsbank (EIB) vergibt ein Darlehen in Höhe von 35 Millionen Euro an das spanische Sozialunternehmen ILUNION. Damit findet das vom EWSA seit langem erkannte Potenzial der Sozialwirtschaft Anerkennung. Mit dem Darlehen sollen 725 neue Arbeitsplätze geschaffen werden.

ILUNION, ein Sozialunternehmen der spanischen ONCE-Gruppe, unterzeichnete am 25. September 2018 in Brüssel den Vertrag über ein EIB-Darlehen in Höhe von 35 Mio. EUR, das über den Europäischen Fonds für strategische Investitionen – den sogenannten Junker-Plan – finanziert wird. Das Darlehen dient der Finanzierung der Hälfte eines 70 Mio. EUR schweren Investitionsplans zur Stärkung der Unternehmensbereiche Hotels und Wäschereien der Gruppe, die der größte Arbeitgeber von Menschen mit Behinderungen in Spanien ist.

Es markiert einen Wendepunkt hin zu einer stärkeren sozialen Ausrichtung des Juncker-Plans. Diese Investitionsoffensive hat sich als innovativer Weg erwiesen, um EU-Investoren für ehrgeizige Investitionen zu gewinnen, denen die traditionellen Banken eher ablehnend gegenüberstehen.

„Der EWSA betont seit über zwei Jahrzehnten, wie wichtig eine systematische Förderung der Sozialwirtschaft als Motor für Investitionen, Wachstum und die Schaffung von Arbeitsplätzen ist. So hat er in den letzten zehn Jahren in verschiedenen Dokumenten auf die Probleme der Sozialwirtschaft hingewiesen, die Finanzmittel für die Investitionen in diesem Sektor aufzubringen, und die Notwendigkeit der Förderung des Sektors durch die EU betont. Das EIB-Darlehen ist eine Antwort darauf", erklärte Miguel Ángel Cabra de Luna, EWSA-Mitglied und Vertreter des spanischen Unternehmensverbands Sozialwirtschaft (CEPES).

Mit dem Darlehen wird auch das Potenzial der Sozialwirtschaft (ca. 10 % des BIP der EU) für die Schaffung von Arbeitsplätzen für Menschen mit Behinderungen (15 % der Bevölkerung in der EU) anerkannt. Der EWSA hofft, dass von dieser Erfolgsgeschichte Impulse für neue soziale Investitionen in Europa ausgehen. (dm)

Foto: Alberto Durán, Präsident von ILUNION, Emma Navarro, Vizepräsidentin der Europäischen Investitionsbank, Miguel Carballeda, Präsident der ONCE-Gruppe, und Jyrki Katainen, Vizepräsident der Europäischen Kommission.