Drittes Mobilitätspaket: Berücksichtigung aller Verkehrsformen ein Muss

Der neue Kommissionsvorschlag muss weiter gehen und alle zur Verfügung stehenden Verkehrsformen berücksichtigen. Besondere Aufmerksamkeit sollte der Intermodalität im Güter- und Personenverkehr geschenkt werden. Der EWSA befürwortet in der von Giulia Barbucci erarbeiteten und auf der Oktober-Plenartagung verabschiedeten Stellungnahme das von der Kommission vorgelegte dritte Mobilitätspaket, plädiert aber für eine ehrgeizigere Initiative.

Der EWSA begrüßt den Kommissionsvorschlag als einen weiteren Schritt auf dem Weg zu einem nachhaltigen Verkehr in Europa. Giulia Barbucci erklärte jedoch: „Wir fordern die Europäische Kommission auf, über den Straßenverkehr hinauszugehen. Zur effizienten Entwicklung eines nachhaltigen und sicheren Verkehrs müssen alle zur Verfügung stehenden Formen des Verkehrs berücksichtigt werden. Wir benötigen eine ehrgeizigere Vision, die auch die Intermodalität zwischen öffentlichem und privatem Verkehr als Mittel zur Erreichung von Effizienz, Lebensqualität und Sicherheit umfasst.“

Der EWSA fordert die Kommission außerdem auf, angemessene Mittel für das Programm bereitzustellen, und begrüßt die strategischen Aktionspläne zur Straßenverkehrssicherheit und für Batterien. Zudem weist er die Kommission auf mögliche Probleme hinsichtlich der vollständigen Automatisierung der Fahrzeuge und des Übergangs zu Elektrofahrzeugen hin.

Im Mai 2018 veröffentlichte die Europäische Kommission ihr drittes Maßnahmenpaket im Rahmen von „Europa in Bewegung“, den jüngsten ihrer Beiträge zur Modernisierung des europäischen Verkehrs. Der Schwerpunkt des Pakets liegt auf dem Straßenverkehr, insbesondere dem Kraftfahrzeugverkehr, und folgenden drei wesentlichen Aspekten: Sicherheit; Vernetzung und Automatisierung; umweltfreundlicher Verkehr. (mp)